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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 508

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 508)
Language
German
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416 Auf ihre Zuverlässigkeit wurde, wenn möglich, noch mehr Gewicht gelegt als auf diejenige der Aerzte1). XVI. Hospitäler gab es wohl in jeder grösseren Gemeinde* 1607 wurde in der Nähe des Gnesener jüdischen Friedhofes ein Haus seitens der grosspolnischen Landessynode für 112 Gulden erworben, das der grosspolnischen Judenschaft als Landeskranken־ haus insbesondere bei Pestfällen dienen sollte. Wohl noch früheren Datums ist das Posener Krankenhaus, über das die Armenvorsteher nach den Bestimmungen eines ״uralten Codex“ im siebzehnten Jahrhundert die Verfügung treffen, nach der der Krankenwärter weder von Posenern noch von Patienten aus dem grosspolnischen Landesbezirk mehr als zwei Groschen Pflegegeld verlangen darf. Dieses Pflegegeld zahlen die Armen Vorsteher* 1503 soll es abgebrannt worden sein und in der Judenstrasse gelegen haben. 1780 hat es möglicherweise ihrer mehrere gegeben, denn die Kommission der guten Ordnung verfügte damals: ״In den Spitälern selbst aber darf die Synagoge nur solche arme Krüppel unterhalten, die in Posen einheimisch sind“. 1797 wird von dem bereits früher erwähnten gesagt, dass es ״ein Krankenhäuschen sei, welches sich aber erst nicht der Mühe lohnt, es zu erwähnen, geschweige selbiges zu beschreiben“. Aber die anderen Krankenhäuser in der Stadt waren gleichfalls ״mangelhaft beschaffen“. 1803 brannte dasjenige nieder, das in der Judenstrasse stand. Die Lissaer besassen vor 1767 zwei Hospitäler, nach den Bränden von 1767 und 1790 nur eins, das vier Vorsteher verwalteten. 1777 war ein Hospital in den Danziger Vor- Städten, das freilich bis dahin keinen jüdischen Arzt aufzuweisen hatte; bei demjenigen von Krotoschin wird 1728 ein Aufseher mit einem Wochengehalt von 2 Silbergulden und 1784 ein ״Spittel- Aeltester“ erwähnt. 1827 wird es gleichfalls genannt, 1793 ein solches in Kempen und 1794 eines in Ka witsch. Dasjenige in Grätz hatte 1797 drei Hospital-Pfleger. 1768 wird ein.Kran- *) Monatsschrift XIV 83 Anm. 7, hist. Monatsbl. f. d. Prov. Posen V 34, Pos. Sef. has. II 154 [164] a, 179 [189] a, b, 281 a, III 133 [134] b, Flatower Protokollbuch a. a. 0. S. 89 b, 95 a, 96 b, 100 b.

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