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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 501

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 501)
Language
German
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409 1737 verpflichteten sich die Vorsteher der Flatower heiligen Bruderschaft, den Arzt Zebi Hirsch in solchen Fällen zu entlohnen, in denen er seitens eines Aermeren kein Honorar empfangen hatte. Seinem Kollegen Meir zahlten sie in demselben Jahre für die Behandlung eines Armen 12 Groschen, für einen Verband und Pflaster einen Sechser (Sechsgröscher) polnischen Geldes, 1707 für ein Klystier drei Dreigröscher und 1771 für eine Behandlung 18 Groschen. 1737 wurden für eine solche 12 Groschen, 1775 und 1781 11/2 Gulden, 1776!1/2 Taler, 1780 zwei Gulden, 1781 ein Guldenstück und 1782 sechzehn Dreigröscher entrichtet. 1787 wurden dem Ascher II die Eintrittsgebühren für die Mitglied- Schaft der heiligen Bruderschaft nur darum bedeutend ermässigt, weil er sich verpflichtete, Aderlass, Klystier und Schröpfen den Armen der Gemeinde und des Hospitals unentgeltlich zu gewähren• Ein regelmässiges Heilverfahren hingegen sollte ihm honoriert werden 1). XIII. Ueber die ökonomische Seite ihrer Tätigkeit geben die Quellen nur sehr dürftige Nachrichten. Einige der Posen er Aerzte werden als reich bezeichnet, andere waren Hausbesitzer. Jakob Winkler zahlte 150 Gulden Steuern, 1695: 125 Gulden Pardonsteuer und ausserdem die übliche Fleisch- und Geflügel- Steuer. In der Zeit des nordischen Krieges ging seine Praxis beim Adel sehr zurück, daher wurde ihm für das Rechnungsjahr 1704/5 ein Drittel, 1705/6 sogar zwei Drittel des Pardon erlassen, und noch 1708/9 zahlte er nur 40 Gulden jährlichen Pardon an Berufssteuer2). Sobernheim sen. in Posen liess nach seinem Tode die Seinigen in Dürftigkeit zurück, ebenso der 1717 in Flatow heimgegangene Nachman, dessen Tochter im demselben Jahre bei ihrer Verheiratung die Hilfe der dortigen heiligen Bruderschaft in Anspruch nehmen musste. 1729 liess letztere dem Krojan ker Arzte Mose nach einem Brande eine Unterstützung zukommen und *) Flatower Protokolibuch a. a. O. S. 129 b, 157 b f., 199 a, 209 a 221 b, 237 a, 240 b, 249 b, 256 a, 257 a, 266 b. 2) Pos. Gemeindebuch Nr. 1 S. 31 b, 32 b, 45 a, Sei has. 11 S. 30 35] a, 63 [69] b, 72 a, 45 [50] a, III S. 38 a, 203 [208] b, Zettschr. der hist. Ges. VI 112.

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