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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 490

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 490)
Language
German
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Dajan war1). Juda de Lima gab seine Tochter dem Lenczycer Rabbiner und Dichter R. Salomo Calivary zur Frau, einem Enkel des bereits genannten gleichnamigen Krakauer Arztes, dessen Ahnen spanischer Herkunft und wissenschaftlich tätig waren, und dessen Nachkommen geistig bedeutende Männer ihrer Zeit waren. Juda, Sohn des Posen er Arztes Itzig, wurde 1668 ob seiner Klugheit und wegen seines ״Schtadlanut“ in massgebenden Posener Gemeindekreisen gerühmt. Es ist mir nicht hekannt geworden, ob Isaak Bacharach mit dem gleichzeitig in Posen blühenden Dichter, Sittenprediger und Vorbeter Abraham Aron, Sohn des Menachem Man Bacharach, oder mit seinem Zeitgenossen, dem Posener Rabbiner R. Mose, Sohn des Jesaja Menachem Bacharach, in verwandtschaftlichen Beziehungen gestanden hat2). In diesen grosspolnischen Kreisen hatte der ärztliche Stand als solcher sich gleichfalls hoher Bewertung zu erfreuen. Mehrfach ging die Kunst vom Vater auf den Sohn oder Schwiegersohn über, so in Posen, Lissa, Krotoschin, Flatow und anderen Orten. Die Winkler durchmassen ein Jahrhundert ärztlicher Tätigkeit in Posen und in Wien, und die ״Aerztedynastie“ der Lima blühte in der Metropole Grosspolens etwa ebenso lange 3). IX. Ueber ihre Berufstätigkeit ist verhältnismässig wenig überliefert. DieErlaubnis Albrechts vonPreussen zur Niederlassung Isaak Mays in Königsberg wird ihm in einem Schreiben des Herzogs darum erteilt, weil ״unseres Dieners und lieben getreuen... Hausfrau ... in beschwerliche, fährliche Schwachheit ihres Ge- י) Mischnah-Ausgabe Venedig 1704 a. a. O., Pos. Kscherimbuch S. 287 a, 290 b, 298 b, 301 b, 303 b, Gemeindebuch Nr. 1 S. 54 a. 2) Landsberg, תואד פגי שלמה S. 58, Monatsschr. 1894 S. 130, Feilchenfeld-Festschrift S. 35 f.; über A. Bacharach s. Zunz, Literaturgesch. der synag. Poesie, Berlin 1865, S. 436, Wiener, Bibliotheca Friedlandiana, Petersbürg 1903 ff., Nr. 534. Nach Lewenstein, מר דור ודורשיי'S. 129 ist er 1660 gestorben. Aber seine Daten sind mit Vorsicht zu benutzen. Vgl. noch Horovitz, Frankf. Rabbinen 11 23. Ueber Mose Bacharach s. Magazin XVII 304. *) Hirsch, Biographisches Lexikon IV 559, Lewin, Gesch. der luden in Lissa S. 155, diese Abhandlung s. v. v., Flatower Protokollbuch der Chebra Kadischa a. a. O. S. 129 b, Kaufmann, Revue des etudes juives 1890 Nr. 40 S. 275 und Monatsschr. 1894 S. 131.

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