Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 474)
- Language
- German
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382 r 0■ 11 ״V \: ן! ־־ ..j h k 1zu einem nützlichen Arzt gebildet“. Er gedachte 1797 sich in Eawitsch niederzulassen. Am22. Mai 1797 berichtete diePosener Kammer über ihn an den Minister Koym, «da er als ein Arzt sich etablieren will and dergleichen Persöhnen wohl eher in die Provinz zu ziehen als davon zu entfernen sind“. Sein Yater scheint identisch zu sein mit dem am 24. Adar 1806 in Lublin verstorbenen R. Mose Doctor aus Samosz. Der 1802 in Santomischel arztende Meyer hat nach einer Familientradition in Frankfurt an der Oder studiert und kam von Leipzig nach Santomischel. Ausser den bereits genannten Gemeinden gab es ״doctores medicinae* 1780 in Meseritz, 1798 noch in Kempen, Lowicz, Kalisch und Märkisch ־Friedland und 1790 und 1803 in Hohensalza. In Kempen praktizierte zur Zeit kein anderer Arzt in der Stadt. Um 1774 hatte Hohensalza einen Chirurgus, der vor dem Berliner Obermedicocollegium seine Prüfung bestanden hatte, ebenso 1798 Wongrowitz undMogilno. Derjenige zu Mogilno wurde vom Kreisphysikus Schmidt in Hohensalza wegen seiner Geschicklichkeit warm empfohlen und war der einzige in der ganzen Gegend, der approbiert war1). Wenn demnach ein Historiker des Posener Landes behauptet, dass 1797 Jüdische Doctores medicinae fehlen“2), so wird dies durch ohige Darlegung hinlänglich widerlegt. A) Nissenbaum, לקוחת היהודים בלובלין Lublin 1899, S. 114, Bloch, Im deutsehen Reich, Berlin 1895, 1 164 ff., Gasiorowski III, Posen 1854, S. 242, Frankfurter Universitätsmatrikel II 533, Hirsch, Biographisches Lexikon her־ vorragender Aerzte IV, Wien und Leipzig 1886, S. 559, Zunz, die Monatstage des Kalenderjahres, Berlin 1872, S. 58, Zeitschr. der hist. Ges. XV 61, 106, VIII 281, das Jahr 1793 S. 624, Lewin, Gesch. der Juden in Lissa S. 157 Anm. 1, Heppner-Herzberg S. 632, Jahrb. der jüd-literar. Ges. 1904 11 52, ספר המתת a. a. O., Wuttke, Stadtebuch des Landes Posen s. v. Kempen, Mitteilung des H. Geh. Medizinalrates Dr. Lissner-Kosten über Santomischel. 2) Bergmann, Zur Gesch. der Entwickl. deutscher, poln. und jüd. Bevolk. in d. Prov. Posen S. 291. Seine Statistik erscheint auch sonst nicht einwandfrei. Die Zahl der jüdischen Musikanten im Posener Departemen, berechnet er auf nur 26, allein in Lissa waren ihrer 9 (Lewin a. a. O. S. 24) in Krotoschin 6 (das Jahr 1793 S. 613), in Borek 1 (Heppner-Herzberg S. 317) und in Kempen 6 (Wuttke a. a. O.).