Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 442)
- Language
- German
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850 beamten (ministro de justiga da terra) und überhaupt keines Nichtisraeliten bedient und zwar bei einer Geldbusse von 200 Rt. und den sonstigen angemessenen Strafen. Diese Geldbusse soll sowohl an ihm wie auch an seinem Vater Jacob Ulhoa vollstreckbar sein. Daniel Habilho und David Aboab Paiz hatten an der Börse einen Wortwechsel gehabt, welcher später in Tätlichkeiten ausartete. Simson Habilho (Neffe des Erstgenannten) hatte hierauf den Aboab mit einem Schwerte bedroht. Allen wurde daher die Strafe der Berachä in Aussicht gestellt für den Fall, dass sie sich gegenseitig durch Wort oder Tat beleidigten. Trotzdem haben die beiden Habilho eines Abends dem Aboab aufgelauert und ihn tätlich misshandelt, wodurch ein grosser Auflauf entstand. In dieser Veranlassung wurde über beide Habilho, mit Genehmigung der H. H., der Herem verkündet. Am 3. des Monats. Da Daniel Habilho und sein Neffe Eeue bekunden und um Erbarmen bitten, soll der Herem heute Abend aufgehoben werden; die Genannten dürfen jedoch bis zum 8. d. M. die Synagoge nicht besuchen. Durch die H. H. lässt man ihnen mitteilen, dass weder sie sich mit Aboab Paiz einlassen dürfen noch dieser mit ihnen, da andernfalls der Herem in Kraft bleibt. 9. Ijar. Doctor Ishac Pimentei legte dar, er habe von Eliahu de Lima und Selomoh Oeb Decharge für die von ihm bisher über die Erben des Luiz Dias de Lemos geführte Vormundschaft verlangt, weil diese ihre respectiven Ehefrauen seien. Es sei solches durchaus billig und überdies notwendig zu seiner Beruhigung und zur Befreiung seines Vermögens von jeder Haftbarkeit für den Fall, dass Gott ihn abberuft. Um diese Sache im Plenum zu beraten, wurde an Stelle des Dr. Pimentei Herr Semuel de Cäceres gewählt und einstimmig beschlossen, sich mit der Sache zu befassen. Die Parteien, welche etwa das Urteil nicht annehmen, sollen mit aller nötigen Strenge hierzu angehalten werden, was ihnen mündlich mitgeteilt wurde.