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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 431

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 431)
Language
German
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IRI
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389 5421. 3. Tisry. Es versammelte sich der neue Vorstand, welcher in üblicher Weise von den HH. auf die Tefillin vereidet wurde. Es wurde beschlossen, der Maria Mendes, da die Anstellung an der Bade- Anstalt auf der Herrlichkeit für sie in Wegfall gekommen, fortan monatlich einen Zuschlag von einer Mark zu der bisher erhaltenen Unterstützung von 4 cdfc 8 sch zu gewähren. Dem Abraham Serrano wird eine Unterstützung von 3 Bisdaldres gewährt, welche nach Ermessen des Schatzmeisters auf 6 Monate zu verteilen ist. David de Silva, Sohn des Joseph de Silva, hatte sich am *ersten Tage Rossanä öffentlich in der Synagoge einer grossen Ehrfurchtsverletzung schuldig gemacht. Zur Strafe hierfür soll er bis nach Kipur das Haus nicht verlassen; es soll am darauffolgenden Tage der Herem über ihn verkündet werden. Falls er sodann Reue bekundet, ist am Rüsttage zum kommenden Sucot-Feste der Herem aufzuheben. Von der Tebä soll bekannt gemacht werden, dass ihm während dieses ganzen Jahres der Zutritt zur Haupt- Synagoge untersagt ist. Am 7 ten desselben. Es wird wiederum der Fall des David de Silva erörtert, welcher, wie oben gesagt, die Ehrfurcht vor unserem heiligen Gesetze (a nossa Santta Ley) durch ungeziemende Aeusserungen verletzt hatte. Es wird jedoch beschlossen, grosse Milde gegen ihn walten zu lassen, sowohl, weil man sich in den Busstagen befindet und Kipur herannaht, wie auch aus anderen Gründen. Die Strafe wird nunmehr dahin abgeändert, dass er am folgenden Montag Morgen während des Gottesdienstes ein ihm zu übergebendes Schriftstück verlesen soll; er darf ferner dieses ganze Jahr dem Gottesdienst in der Hauptsynagoge nicht beiwohnen und hat eine Geldbusse von 10 Rt. zu erlegen. Es wird ihm aber nunmehr gestattet, das Haus zu verlassen. Das von ihm zu verlesende Schriftstück hat folgenden Wortlaut: ״Da ich am ersten Tage Rossanä mit grosser Vermessenheit in dieser Synagoge einen Excess begangen habe, indem ich anstössige und ungeziemende Beden führte,

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