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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 255

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 255)
Language
German
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163 תהוי G אין הדא פלונית תסבי להדין פלוני בעלה ולא תצבי בשותפותיה נסבי פלנות פרן ״Wenn diese N. ihren MannN. heiratet, später aber die Gemeinschaft mit ihm nicht wollen wird, so soll sie die Hälfte der ysQvrj (d. i. der Kethuba) erhalten.“ Hierauf erklärt R. Abin, da sie kundgegeben, dass sie ihren Mann hasst, soll auch die Bedingung, die zur Zeit ihrer Heirat gestellt wurde, erfüllt werden und sie möge daher die Hälfte der Kethuba erhalten; denn da diese Vereinbarung eine Geldbedingung ist, behält sie ihre Gültigkeit. — Zum Schlüsse wollen wir noch die Schemata der verschiedenen Kethuboth zusammenstellen, diemit der talmudischen Kethuba am nächsten verwandt sein können, um daraus beiläufig einen Ueberblick zu bekommen, wie das Formular der Kethuba zur tal* mudischen Zeit ungefähr gelautet hat. Wenn auch alle oben behandelte Formeln niemals in ein und derselben Kethuba standen, so müssen wir doch alle Formeln, die uns aus der talmudischen Zeit erhalten sind, unter eine und dieselbe Rubrik stellen, da wir nicht wissen, in welcher Reihenfolge, die einzelnen, bei jeder Kethuba üblichen Formeln verzeichnet waren. Die fünf Kethuboth, deren Schema in folgendem zusammengestellt ist, sind nachstehende: 1. ) Die jerusalemische Kethuba, ed. Berliner, שריד מעיר in קבץ על יד IX. 2. ) Der Papyrus G von Assuan. 3. ) Die Kethuba im Dokumentenbuch des R. Hai Gaon, ed. A. Harkavy in הפסנה, III, 1, Wilna 1896 S. 46. 4. Eine sephardische Kethuba aus Gibraltar, ed. Gaster, in MGWJ. LIV, 1910 S. 586. 5. Die Rubrik für die talmudische Kethuba. Für die Rubrik der nachtalmudischen Zeit haben wir unter No. 3 die von R. Hai Gaon gewählt, weil sie die älteste Kethuba ist, die ungefähr mit der heutigen sich deckt. Jedoch zeigt sich schon ein Unterschied zwischen dieser und der sogenannten saadjanischen Kethuba, ed. Gaster, a. a. 0. S. 579 in der Reihenfolge 0 So in ed. Constantin 1749; bei uns ist das Wort ganz entstellt; es wurde nämlich das Wort geteilt und das 'ת in S corrumpiert und so entstand בשור פותיה; aber schon קרבן העדה erklärt es mit den Worten: זלא תרצי בהבתתיה דידיה.

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