Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 95)
- Language
- German
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3 sie bei dem Gewichtsquantum des Räucherwerkes auch nur die ganzen M’s und ignoriert den Bruchteil von etwa ein viertel M. Das kommt mehrfach im Talmud vor, dass er nur mit ganzen Zahlen rechnet und die Bruchteile unerwähnt lässt *). II. Die weitere Schwierigkeit liegt in folgendem. Wir haben den angesammelten Rest von 3M jährlich in 60 Jahren zu 180 M angegeben. Diese Summe muss doch aber (noch sehr erheblich reduziert werden, denn es müssen die alljährlichen הפינות des Hohepriesters abgerechnet werden. Sechzig Mal מלא חפניו d. i. sechzig aufgehäufte Doppelhandflächen fallen doch sehr ins Gewicht. Tossaphoth Schebuoth a. a. 0. geben dafür folgende Erklärung. Die Herstellung des Räucherwerkes erfolgte alljährlich in einer Anzahl M, die den Tagen des Sonnenjahres entsprechen. Wir haben jedoch nur Mondjahre und es wurde daher der Überschuss eines solchen Mondjahres regelmässig auf das nächste Jahr übertragen. Wenn nun das 59. und 60. Jahr einfache Mondjahre — nicht Ibburjahre — waren, so ergab sich ein Überschuss von 21 oder 22 M der Differenz' zwischen zwei Sonnenjahren und zwei Mondjahren. Dieser Überschuss von 21 oder 22 M muss zu den erwähnten 180 M hinzugezählt werden. Es waren demnach für das darauffolgende Jahr 202 M vorhanden; das ergab ein halbes Jahresquantum von 184 M, selbst wenn man die 60 הפינות davon abrechnet. Da nun nach Tossaphoth 15 M für die 15 Schalttage abgerechnet werden müssen, so ergibt sich: 202 — (184 + 15) 3, dass die 60 חפעות nur drei M betragen durften. Dagegen lässt sich jedoch einwenden, dass nach zwei gewohnlichen Mondjahren das darauffolgende ein Ibburjahr mit 384 Tagen ist, dessen Hälfte 192 Tage beträgt. Wenn daher der angesammelte Rest samt den Überschüssen der zwei voraufgehenden 1ג Das scheint mir eine einfache Lösung zu sein. Dass sie aber Tos• saphoth nicht akzeptieren wollten, mag folgenden Grund haben. Nach RMBM ®בלי המקד II, 3 wurde das ,Sodomsalz“ dem Räucherwerk beigemengt, so auch nach ״Beth Josef“ Orach Chajim § 133, so dass es, wie ich angenommen habe, die Gewichtsmenge vermehrte. Tossaphoth Kerithuth a. a. O, nahmen jedoch an, dass es in Verbindung mit den► *־»Weisswein“ zur Erweichung des צפורן diente und dem קטרת nicht beigemengt wurde; es konnte daher auch dessen Gewicht nicht vermehren.