Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 406)
- Language
- German
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288 Rücksicht zu nehmen, bei dessen Eintreffen man alles zu ordnen hofft. Es wnrde verfügt, Raphael Milano habe alles noch vorhandene, nicht verpfändete Silberzeug jenes Medräs sofort auszuliefern, während von dem übrigen ein Verzeichnis aufzustellen sei. Das verpfändete solle er wieder zu erhalten suchen, wozu man ihm, vom Eintreffen seines Bruders an, eine Frist von 8 Tagen gewährt. Wenn er diesem nicht nachkommt, soll, der Entscheidüng der Chachamim gemäss, mit aller Strenge gegen ihn vorgegangen werden. Dieser Beschluss wurde dem Milano durch Verlesen zugestellt. (Referat.) Der Vorstand lässt bekanntmacben, dass es sich als notwendig erwiesen habe, die Gemeinde-Finanzen zu verbessern, da die derzeitigen Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken; auch müssten die Armen reichlicher bedacht werden als bisher. Er habe daher nach wiederholter Beratung mit dem früheren Vorstande beschlossen, eine besondere Steuer auszuschreiben, welche noch vor Ende des Monats zur Erhebung gelangen werde. Ferner wird bekannt gemacht, dass der Vorstand von kommendem Rosasanä ab aus nur 5 Personen bestehen werde, denen die nämlichen Machtbefugnisse zustehen sollen wie dem früheren, aus 7 Personen zusammengesetzten. Die Eintragung schliesst mit den Worten: »Möge nun alles zum Lobe und Preise Gottes sowie zur Erhaltung und zum Gedeihen dieser heiligen Gemeinde gereichen.“ Am 18. E 1 u 1. Raphael Milano überlieferte dem Schatzmeister zwei silberne Lampen. Verfügt: Wenn er eine dem Vor stände genügende Bürgschaft stellt, sollen ihm solche wieder ausgeliefert werden. Dem Luis Alurez (Alvarez?) liess man sagen, er solle mit Joseph Jesurun ein Kompromiss schliessen, was jener versprach, sogleich nach nächstem Quipur zu tun. Nachdem Herr Isaq Senior im Aufträge des jetzigen und des früheren Vorstandes das Erbe (erdade) der Witwe des Wilhelm (Guil^) Wrede für M. 30 000 hat kaufen lassen, ver-