Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 361)
- Language
- German
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243 weisen und in diesem Sinne dem Saliach und dem Abraham Pereira zu antworten. Joseph Jesurun, welcher an Stelle des Dr. Jaacob Bamcb als Präsident fungiert, legt dar, Isaq (muss heissen Abräo) da Fonsequa habe durch seinen Bruder Isaq um Erlaubnis bitten lassen, mit seiner Familie hierher zu ziehen, da die Teuerung in Glückstadt infolge des Krieges sehr zugenommen habe, weshalb auch bereits mehrere Herren von dort fortgezogen seien. Es wird beschlossen, das Gesuch abzulehnen, da bisher nichts von Bedeutung vorgefallen sei, was uns veranlassen könnte, den von dem früheren Vorstände im Elul erteilten Bescheid aufzuheben. Boshodes Hesvan. Man verlas ein Gesuch nebst Rechnung des Daniel Cohem, welcher um 151.14 bittet, die man ihm an Miete für das Talmud Tora Lokal (as camaras de T. T.) vom vergangenen Mai bis zum nächsten Mai 659 schulde. Der Vorstand genehmigte dieses Gesuch und, trotzdem es gegen eine Verordnung verstösst, irgend jemand etwas im voraus zu zahlen, wurde der Schatzmeister angewiesen, ihm jene Mk. 151.14 gegen Quittung auszukehren. Man besprach die den Tudescos gewährte monatliche Unter- Stützung (Tamid). Diese Einrichtung sei getroffen worden, damit jene nicht nötig hätten, an den Türen zu betteln. Da sie solches aber nach wie vor tun, wird beschlossen, die Unterstützung in der Folge nicht zu gewähren und, damit dies zur Kenntnis aller gelangt, soll folgendes von den Kanzeln verkündet werden: ״Indem der Vorstand die grossen Verpflichtungen der Gemeinde in Betracht zieht und da er soviel wie möglich hiervon zu tilgen und Ueberflüssiges zu vermeiden wünscht; da ihm ferner bekannt geworden ist, dass einige jener Tudescos, denen man seit bereits mehreren Jahren eine monatliche Unterstützung gewährt, um ihnen die Hausbettelei zu ersparen, es dennoch nicht unterlassen, an den Türen zu betteln, so dass einige Herren ihre für diesen milden Zweck (misvä) gelobte Spende nicht zahlen wollen und die Ausgabe der Gemeindekasse zur Last fällt, hat der Vorstand es für angebracht gehalten, um diesem abzuhelfen, die besagte Unterstützung für die armen Tudescos fortan nicht