Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 332)
- Language
- German
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Oie Nordwestgrenze des heiligen Landes. Von Dr. L. Grünhut in Jerusalem. Unter den Grenzbestimmungen der bl. Schrift (Num. 34, 2 ff.), figuriert ein Berg mit Namen Hörx) als Nordwestgrenze Palästinas. Nachdem aber ein Berg dieses Namens in Nordgaliläa * 2) unbekannt ist, so ergehen sich die Gelehrten, Geographen sowohl wie Bibelausleger, in der Bestimmung seiner Ortslage in ver- «chiedenerlei Vermutungen,von denen jedoch keine geeignet ist, völlig zu befriedigen♦ So schreibt von Raumer3), dieser Berg Hör sei unbekannt, aber wahrscheinlich ein Vorgebirge des Libanon, 4as nördlich von Zidon als Grenzpunkt bezeichnet ward. — Diese ״Wahrscheinlichkeit״ ist leider sehr unwahrscheinlich, ja noch mehr: sie ist entschieden unmöglich. Das ergibt sich aus folgendem. Ascher lag bekanntermassen nördlicher als alle Stämme (Jos. 19,24ff.), mithin auch nördlicher als Sebulun. Wie kann nun der Hör nördlich nur von Zidon gelegen haben, wenn schon Sebulun bis an Zidon heranreichte (Gen. 49, 3) 4)? — Schwarz 5), geht weiter. Er hält den Ras esch-Schakkä, ein Vorgebirge südl. von Tripoli (Tarabülus esch-Scham), für den von uns gesuchten ג) Eine kurze Abhandlung über dieses wichtige Thema schrieb ich in ״Hakedem“ (St Petersburg, 1908, Heft 1—2,51—57) unter dem Vorbehalt, auf die Frage später noch einmal zurückzukommen. 2) Den Namen Syrien, סודיא. kennt die hl. Schrift nicht. Vgl. W. Max Müller, Asien und Europa nach altägyptischen Denkmälern, C. X.: Der ältere Name für Syrien. Die Araber nennen Syrien, einschliesslich Palästina, Escb'Schäm. 3) Palästina 3, S. 26 Note. 4) Vgl. hierzu b. Megillah 6 a und Sabbat 26 a. 5) Das hl. Land, S. 9.