Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 298)
- Language
- German
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179 -richtet1). ודרדא dürfte in den meisten Fällen mit Wöhrd, einer 'Vorstadt von Nürnberg, gleichbedeutend sein. Es kommt schon 1325 in Nürnberger Listen vor; 1433 lebten dort 61 jüdische "Personen2); auch im Nürnberger Martyrologium begegnet uns dieser Name3). 1434 und 1438 werden die Juden von ״Werde" vom Kaiser besteuert4). Aus der Mitte des 15. Jahrhunderts werden dortige Juden wiederholt genannt5). Unter den 1509 bei Konfis-;kation der jüdischen Schriften auf Pfefferkorns Angeberei genannten Gemeinden befindet sich auch Wöhrd6). 1518 wurden die Juden von dort vertrieben7). Ein Abschreiber Susslin von da ist im cod. Oxford 689 vom Jahre 1418 erwähnt. Der Ort kommt auch wiederholt in שרת מהר״ם מעץ No. 74 vor; wie dort berichtet wird, hielt sich auch der Rabbiner Jakob Margolis zuweilen dort auf. In einem Stammbaum auf dem Yorderblatt des cod. de Rossi 7648 9) heisst es: .עסף מודרדא אשר ממנו יצאו כל משפחות ודרדא »).;Hierher gehört wohl auch ודרד im cod. Hamburg S. 94 und דדדדא ג) Vgl. auch meine Blätter II, 41 n. 4. Den Rabbiner Jakob aus פירד, dessen Tochter Blümle 1662 in Prag starb (Hock S. 389), weiss ich nir- :gends unterzubringen. 2) Vgl. Stern-Salfeld, Nürnberg im nittelalter, S. 206, 276 und sonst (s. dort das Register). 3) Vgl. Salfeld, Martyrologium, S. 61, 65, 221; פירת (das. S. 68 u. 69) ist Pfirt im Eisass; וירדא (das. S. 69) ist Wörth im Eisass; vgl. das.;S. 240 und 253. 4) Geiger, Ztschr. f. Gesch. d. Juden in Deutschland UI, 123 undj 127. 5) Vgl. Müller, Aus fünf Jahrhunderten, S. 47, 62, 206, 212. 6) Geiger, Ztschr. f. Gesch. der Juden in D., I, 171, wo Fürth steht, was aber S. 248 richtiggestellt ist, dagegen unrichtig in Misch. 1875 S. 342 und 395. 7) Zunz, synag. Poesie, S. 54. 8) Hebräisch im 1878 אוצר טוב S. 45 und übersetzt im Magazin II, 1. 9) Josef von Werd, der 1375 als Einwohner von Nördlingen genannt wird (Müller a. a. O. S. 206), ist wohl mit dem hier Genannten identisch, ln dem Stammbaum wird auch ein Natan als Stammvater der Familie Kursner aufgeführt; sollte vielleicht der Name Natan קו־שגבר, der 1620 auf einem Fürther Grabstein vorkommt (Kaufmann-Gedenkbuch S. 442 Nr. 116), hiermit seine Erklärung finden? Das mhd. Kursner entspricht be-;kanntlich dem heutigen Kürschner.