Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 274)
- Language
- German
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155 18. April 1767 starb. Er stammte aus vornehmem Hause, da sein 1685 im Alter von 25 Jahren verstorbener Vater1) ein Sohn des i. J. 1702 heimgegangenen Eabbiners Jirmija in Wurzbürg war2 3). Cbajim hinterliess auch einen nachgeborenen Sohn, der dessen Namen trug und bei seinem Bruder Zbi Hirsch als Drucker und Korrektor tätig wara). Als Schüler des R. Mosche Katzenellenbogen4) (s. d.) und als hobenlobischer Hoffaktor genoss Zbi Hirsch gebührendes Ansehen. Gemeinschaftlich mit Hirsch Frankfurter (s. d.) unterwarf er das Buch פתח האהל (Sulzbach 1691) genauer Durchsicht und vervollständigte es5). Er ist Verfasser von ליקוטי נפתלי (Fürth 1769) und stellte auch den allseitig bekannten ליקוט״ צבי zusammen, der zum erstenmal 1738 in Wilhermsdorf gedruckt wurde und seitdem versehiedene Auflagen erlebt hat. Ferner liess er die סליחות nach dem Ritus von Nürnberg und Fürth drucken und versah sie mit einem Kommentar (Wilhermsdorf 1714); auch das Reisehandbuch דרכי נועם (das. 1714) wird ihm zugeschrieben. Sein Sohn Jehuda6) war 1741—1765 als Setzer tätig; sein Sohn Chajim7 8) errichtete 1737 eine Druckerei in Fürth, die 35 Jahre lang, teilweise auch unter Mitwirkung seines Vaters, von ihm geleitet wurde, bis er am 11. September 1772 aus dem Leben schied. Zbi Hirsch b. Chajim, Rabbinatsbeisitzer in Fürth&); er war Schwiegersohn des Armenkassiers Binjamin Wolf und ver- ג) Grabschrift im Kaufmann-Gedenkbuch S. 425 Nr- 47. 2) Vgl. über ihn meine Kurpfalz S. 239 n.; Bamberger, Juden in Würzburg S. 33 und meine Besprechung in ZfhB. 1906 S. 18• 3) Vgl. ־ רמב״ןChumesch ed. Wilhelmsdorf 1713, Vorrede zu תואר na* das. 1714. 4) Vgl. dessen Approbation zu ארבע שיטות (Fürth 1751). 5) Der Verfasser des 1?.פתה האד nennt ihn הא? המופלג בתודה הקצין מוהר״ר צבי הירש בהר״ר היים. 6) Vgl. Cat. Bodl. S. 2897; Zunz, z. Gesch. S. 268; Berliner-Jubel- Schrift S. 207. 7) Chajim wird von R. Josua Heschel in Schwa hach in der Ap* probation zu אור הישר (Fürth 1764) in sehr ehrenden Ausdrücken genannt. Jirmija, der Sohn dieses Chajim, wird im Vorwort zu ם׳ אשלי רברבי (Fürth 1759) erwähnt. 8) Im Memorbuch lautet der Eintrag -מהור״ר צבי הירש בהר״ר חיים שהי, מופלא בבית דין פה קהלתנו י״ץ ונתקבל לרב ואב״ד להמה קהלות.