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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 262

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 262)
Language
German
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143 zu dessen Verwaltung eine grössere Geldsumme. In diesem Lehrhaus lebte und wirkte R. Mosche Katzenellenbogen (s. d.). Hier lebte auch der fromme und angesehene R. Isaak Selig• mann aus Zeckendorf1), der i. J. 1664 in diesem Bethamidrasch verschiedene W erke kabbalistischen Inhalts kopierte lind ein Anhänger des Sabbatianers Nathan Gazati war2). Gitel, die Gattin Abrahams, war die Tochter des Jehuda Löb; seine Tochter Chaje wurde 1726 die Gattin des R. Jakob Brandes, Rabbiners in Darm stadt, wo sie 1753 als Wöchnerin starb3). 5. Deichele, Gattin des Mosche Schneior, starb 17104). 6. Sara Treinle, Gattin des Elia Model in Ansbach, s. o. unter Model. 7. Bunla, zweite Gattin des R. Bärmann Frankel in Fürth, wo sie 1736 starb. Das Memorbuch der Klaus berichtet von ihr, dass sie ein Kapital stiftete, dessen Zinsen für Thorabeflissene verwendet werden sollten5). 8. Hirsch, den ich als Sohn des Salomo Schneior hier einfüge, scheint mir mit Hirsch Frohm6 7) identisch zu sein; erbetrieb mit Marx, der nach der Taufe den Namen Philipp Ernst Christfels führte, kabbalistische Studien und war ״kein sonderlicher Verehrer der alten Rabbiner“; er starb 1739 in Fürth1*). Auch nach Zirndorf spendeten Abraham und seine Gattin, laut dortigem Memorbuch, in die restaurierte dortige Synagoge eine Thorarolle mit Zubehör und einen grossen Leuchter. ג) Siehe oben unter R. Mosche Katzenellenbogen. 2) Vgl. Anhang Beilage VI. Ums Jahr 1682 hielt sich auch R. Mordechai Mochiach in Fürth auf (Kaufmann-Gedenkbuch S. 455). 3) Vgl. Jahrbuch III, 230 n. 4. 4) Vgl. Kaufmann-Gedenkbuch S. 429 Nr. 67. 5) Vgl. das. S. 402 n. 2 und meine Blätter V, 90 n. 13. 6) Frohm, Fromm, volkstümliche Abkürzung für Awrohom, so hiess der Vater des Salomo Schneior; Henle S. 170 erwähnt die Brüder Abraham und Josef Fromm als Besitzer der Buchdruckerei LJ. 1690 und das sind keine anderen, als die unter Nr. 2 und 4 oben Genannten. Hirsch Frohm wird 1697 auch unter den Leipziger Messgästen erwähnt (Mtsch. 1901 S. 479). Er wird von Cnollen (Unschuldige Nachrichten auf 1713 S. 413) R. Hirsch From Schneier genannt und als ״ehrlich und redlich auch sonderlich gegen Christen Dienst-eyffrigster Jude* bezeichnet. 7) Vgl. Kaufmann-Gedenkbuch S. 459.

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