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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 249

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 249)
Language
German
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130 in Nürnberg bei dem Bischof von Bamberg und bei der Regierang in Ansbach erhobene Beschwerde hatte keinen Erfolg. Als Schutzgeld musste er dem Dompropste 400 fl. bezahlen1). 1540 wohnte er in Schwabach (das. S. 226), später in der Klosterstrasse in Berlin; auch in Frankfurt a. 0. soll er ein stattliches Haus besessen haben. Wie es scheint, war er eine durch Reichtum und Selbstbewusstsein imponierende Persönlichkeit. Auf dem Reichstag zu Augsburg (1548) erregte er durch die Pracht seines Auftretens, wodurch er manchen deutschen Fürsten überstrahlte, grosses Aufsehen2). Wegen seiner stattlichen Erscheinung galt er als natürlicher Sohn des Grafen von Reinfeld. Nach Wechsel vollen Schicksalen wurde er 1549 von den Magdebürgern gefangen genommen und soll nach erlangter Freiheit an den Folgen eines Sturzes seinen Tod gefunden haben3). Mitwitz4), Sender b. Meir, wurde wenige Jahre vor seinem Ableben Rabbinatsbeisitzer unter R. David Strauss; er war von mütterlicher Seite ein Enkel des Vorstehers Mosche Pessels. In seiner Jugend besuchte er das Lehrhaus des R. Jakob Kohn Popers in Frankfurt a.M. und war Genosse des R. Jakob Berlin (s. d.), R. Lob Pfersee 5) und R. Wolf Aub (s. d.)6). Er starb im Alter von 58 Jahren am 2. Cheschwan (3. November) 1758; laut Sterberegister wurden von R. David Strauss und drei Dajanim Trauerreden gehalten; bei seiner Beerdigung fehlte kein Gemeindemitglied. Sein Vater R. Meir b. Alexander Mosche, ein grosser Asket, war 47 Jahre lang Klausrabbiner bei R. Bärmann Frankel und starb 17567). Seine Mutter Pesle war die Tochter des R. Jakob Merzbach I. (s. d.) und starb hier 1757. Nach ihrem Tode x) Würfel, historische Nachricht von Fürth, S. 22. 2) Vgl. Mtsch. 1861 S. 239 nach Räumers historischem Taschenbuch, 3. Folge, II, 279 ff. 3) Vgl. Mtsch. 1865 S. 425; Geiger, Ztsch. f. Gesch. der Juden, II, 340. 4) Flecken in Oberfranken, gewöhnlich מימץ, auch מימיץ und מייייץ ge«* nannt und geschrieben; Würfel S. 69 nennt ihn Sender b. Maier von Mez bei Bamberg. 5) Vgl. meine Blätter I, 27. 6) Vgl. באד יעקב S. 75 b, 76 a, 78 a, 94 d, 120 a, 125 a; an allen diesen Stellen wird R. Sender als scharfsinniger Gelehrter bezeichnet. ד) Das Klausmemorbuch sagt von ihm עסק בתורת ה׳ ימים ולילות והי' שחי בתענית בל יום והי' מסגף עצמו בבמת מיני סגופים.

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