Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 233)
- Language
- German
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114 angeregt durch die Mendelssohnsche Schule, mit Vorliebe mit grammatischen Studien. Im Jahre 1790 gab er unter dem Titel .שפה ברורה eine hebräische Grammatik mit Konjugationstabellen heraus und drei Jahre später veröffentlichte er den מכלול des R. David Kimchi mit den Zusätzen Levitas, den er mit erläuternden Bemerkungen und im Anhänge mit grammatischen Kegeln versah. Im gleichen Jahre 1793 wurde R. Mosche Höchheim, nachdem er von der Gemeinde Fürth mit dem Morenutitel beehrt worden war und R. Schalom Ullmann, der bisherige Ortsrabbiner von Ansbach, das Rabbinat Stampfen in Ungarn übernommen hatte1), als Ortsrabbiner2) nach Ansbach berufen. In dieser Stellung blieb er 42 Jahre, bis er am 10. Februar 1835 im Alter von 85 Jahren aus dem Leben schied. — Als ד״ץ ר, משה kommt er im נודע ביהודה I ח״מ No. 30 vor, da er in dem bekannten Prozesse zwischen Wolf Wertheim in München und den Erben des Salomo Kleve mitwirkte3). In שדת בנדי כהונה Abschn. אד,״ע No. 16 findet sich eine Korrespondenz mit ihm. Häufig wird er in שדת שמלת בנימין genannt (wie z. B. S. 7 b, 28 b, 29 a, 90 b, 160 a), ebenso in שדת ריב״ם שנייטוך (S. 13 a, 28 b, 31 b, 34 a, 40 a, 44 b, 50 b, 51b). Im קול אליהו von Ersohn (Pietrkow 1904 S. 148 n.) wird eine Bemerkung von ihm mitgeteilt. Eine Approbation von ihm v. J. 1833 findet sich bei dem ס׳ השם (Fürth 1834). R. Mosche Höchheim war Schwiegersohn des Eisik Grillingen4) in Fürth. Sein Sohn Isaak, 1790 geboren, genoss u. a. den Unterricht des R. Aron Fuld in Frankfurt a.M. und wurde 1828 als Rabbiner in Ichenhausen angestellt, wo er nach vollendetem 70. Lebensjahre starb. [Ein Schwiegersohn des l) Vgl. Jahrbuch VI, 195 n. 4. ף In der Korrespondenz mit zeitgenössischen Gelehrten wird er nach wie vor als?*ד und מ1"צ angeredet, da der Landrabbiner seinen Sitz in Schwabach hatte. *) Vgl. näheres bei Kaufmann, Samson Wertheimer, S. 83; Kaufmann- Freudenthal a. a. O. S. 270. Derselbe Gegenstand wird auch im נהלת בנימין zu ח״ם No. 2 mit R. Mosche Höchheim verhandelt. 4) Ob identisch mit Eisak b. Mosche Grillingen, der 1728—1751 in Fürth als Setzer arbeitete, ist zweifelhaft. Der Name Grillingen, der auch sonst in Fürth vertreten war, ist, wie mir scheint, auf den Ort Kreglingen zurückzuführen. Ein Abraham b. Elieser aus Grillingen lebte in Halber- Stadt; vgl. Freudenthal, Aus der Heimat Mendelssohns, S. 212.