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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 227

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 227)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486281--3161-3489527
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108 :ס" ענף עץ עגות (auch עבותות אהבה genannt) erwiderte, welches letztere auch eine Kritik des von Hanau verfassten צוהר התיבה enthält. Ausser den Genannten haben noch andere Gelehrte gegen Salomo Hanaus grammatische Werke und besonders gegen sein שערי תסלוד polemisiert; so E. Aron Mosche b. Zbi Hirsch in אהל משה (Zolkiew 1765), R. Jakob Emden in לוח ארש (Altona 1769) und R. Mordechai Düsseldorf in קונטרס השגות (Prag 1744 und 1784). Besonders scharf ist die Polemik des streitbaren Emden, der u. a. die Behauptung aufstellt, sein Vater, der Chacham Zbi, habe die ׳dem שערי תפלה beigedruckte und angeblich von ihm erteilte Approbation1) gar nicht erteilt, sie sei vielmehr eine Fälschung de s Salomo Hanau. Es steht hier Behauptung gegen Behauptung. Allein der Charakter Hanaus spricht gegen eine derartige plumpe Fälschung. Er war ein eingebildeter Hitzkopf, aber kein Betrüger. Emden hat sich wohl hier von der kindlichen Verehrung für seinen Vater zu weit hinreissen lassen und konnte den Gedanken nicht fassen, dass ein Buch, dessen Inhalt er durchaus verurteilte, von seinem Vater einer wohlwollenden und empfehlenden Begutachtung gewürdigt worden sein soll2). Salomo Hanau war eine Kampfnatur, die ihn bei seinem Drange nach Wahrheit alle Rücksichten vergessen Hess. Wenn aber die Rabbinen in Frankfurt, Amsterdam, Berlin Altona, Bre slau, Glogau, Mainz, Mannheim und Deutz seinem Buche eine hervorragende Bedeutung beimessen, wenn Hartwig Wessely durch den Unterricht, den er als Knabe bei Salomo Hanau genoss, für die Pflege der hebräischen Sprache begeistert wurde, wenn der Friedberger Rabbiner Michel Oppenheim, der Schwiegersohn des R. David Oppenheim, ihm seine Gönnerschaft zuwandte3), wenn Jablonsky in Berlin seinen Leistungen Beifall spendet: so dürfte wohl der Schluss berechtigt sein, dass wir allen Grund haben, in Salomo Hanau einen bedeutenden Gelehrten zu erblicken, der für die Kenntnis der hebräischen *) Sie soll in Amsterdam am 18. Schebat 473 (1713) ausgestellt sein; vergl. hierzu Freudenthal a. a. O. S. 303. *) Vgl. Weekblad vom 30. Januar 1903, wo Hillesum mit ziehenden :^Beweisen aus archivalischen Quellen den Nachweis für die Echtheit der Ap~ probation zu führen sucht. 8) Vgl. Vorrede zum בנין שלמה.

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