Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 218

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 218)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486281--3152-3489518
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

99 Friedberg, Salomon Bär, Sohn des Josef, geboren 1156 ln Fürth, wurde 1801 Rabbinatsbeisitzer unter R. Salman Kohn und nahm den Namen Friedberg an, weil seine Frau Merle eine Tochter des Dajan R. Löb Friedburg (s. d.) war. Er unter״ zeichnet als Erster unter den ח״י אנשים die 1818 erneuerten Satzungen des Waisenvereins, der 1763 in Fürth gegründet wurde1). Sein Tod erfolgte am 14. Januar 1822. Seine Tochter Fromet Rachel, Gattin des Mosche Dinkelsbühl, starb 1834 in Fürth. Friedburg, Jehuda Löb Abraham b. David, stammte aus Friedberg2) in Hessen und besuchte in seiner Jugend die Talmudschule des R. Jakob Jehoschuha (פני יהושע) in Frank, furt a. M. 1752 verheiratete er sich nach Fürth mit Gella, 4er Tochter des dortigen Vorsängers Feibelmann3 4). 1758 wird er bereits als stellvertretender Rabbinatsbeisitzer und 1767 als definitiv angestellter erwähnt. Dieses Amt bekleidete er bis zu ״seinem am 9. Schebat (26. Januar) 1779 erfolgten Ableben. Tal״ mudische Abhandlungen von ihm sind dem פני אריה angehängt, der dem 4. Teil des פני יהושע (Fürth 1780) beigedruckt und von R. Arje Löb, dem Sohne des R. Jakob Jehoschua, verfasst ist*) Wie auf dem Titelblatte dieser Ausgabe bemerkt ist, hat sich R. Löb Friedburg um deren Drucklegung sehr verdient gemacht. Er gab Druckapprobationen zum של׳ ה (Fürth 1764), zu מנהנים <das. 1767), אליה רבה (das. 1768) und הדושי הלבות רשב״ץ (das. 1779). ף Vgl. תקנות (Fürth 1818). 2) Er wird gewöhnlich Löb Friedberg genannt; dass Friedberg sein Ge-?burtsort war, geht aus seiner Approbation zum Fürther Minhagbüchlein hervor, wo er יהודה ליב מפרידבורג unterzeichnet, während er später einfach פדידבורג schreibt. 3) Im Protokollbuch 1752 heisst es, dass er nach Beschluss des Vor- Stands am Sabbat vor seiner Hochzeit mit dem *nn-Titel aufgerufen werden soll, »weilen er ein feiner Bochur ist*. R. Jakob Berlin nennt ihn אדי שבחבורה הב״ה המופלא. (vgl באר יעקב S. 84 a). 4) Das ם' פני אריה enthält Novellen zum Traktat Baba Kama, zu denen R. Löb Friedberg Glossen schrieb, die alsdann wieder von R. Berusch, dem Sohne R. Arje Lobs, und teilweise auch von diesem selbst besprochen werden* Am Schluss sind noch Novellen des R. Löb Friedberg auf Baba mezia beigefügt. R. Berusch war der Enkel des פני יהושע; Benjakob im אוה״ס S. 486 fNo. 922 macht irrtümlich R. Löb Friedberg zum Enkel des פני יהושע. ,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.