Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 217)
- Language
- German
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98 Tochter des Michel Epstein1) und mit Zirle, der Tochter des Dajan R. Josef ben Josua Mosche (s. d.). Josef, der Sohn des Hirsch Frankfurter, Josbel Levi genannt, war mit der Tochter des R. Simon2), Rabbiners von Heidingsfeld, verheiratet und ist Verfasser der unter dem Titel עמק השוה zu R. Josuä Lissers עמק יהושע verfassten Noten (Offenbach 1722); er war auch als Korrektor hieran beteiligt, ebenso wie au מעלות המדות (das. 1716), מגלות mit אלשיך (das. 1717), מראות הצובאות (das. 1719). — Sein Sohn Jakob Jechiskijahu Hess s. d. — Seine Tochter Hindel war die Gattin des Dajan R. Jeidel (s. d.). Frankfurter, Wolf, Sohn des Maier Lob, Rabbinatsbeisitzer unter R. David Strauss, bei dessen Beerdigung 1762 er als Redner mitwirkte3); er vermittelte die Approbationen zu ס׳ הישר (Sulzbach 1762) 4). Nachdem er noch im September 1776 als Gevatter fungiert hatte, starb er am 13. Tebet (23. Dezember) 1776. Da damals die Rabbinatsstelle unbesetzt war, wurden die Leichenreden von den Rabbinatsbeisitzern R. Josef Hess, R. Löb Farrnbach und R. Josef Frankel gehalten. Mit den übrigen Dajanim approbierte er das Fürther Minhagbuch (1767) und 1768) אליה רבה), sowie eine Bekanntmachung des Rabbinats wegen Nachdrucks5). Seine Frau war die Tochter des Seligmann Frankfurt und darum nannte er sich Frankfurter. Im Protokollbuch wird sein Sohn Eisik 1764 als Bräutigam erwähnt. 1) Jechiel Michel b. Abraham Epstein lebte 1665 als Gelehrter in Fulda (vgl. Approbation zu גחלת שבעה, Amsterdam 1667) und starb 1706 in Frankfurt a.M. (Grabsteininschriften No. 1531); er ist Verfasser des קיצור של״ה (Fürth 1693 und sonst oft gedruckt), einer unter dem Titel דרך ישרה mehrmals gedruckten jüdisch-deutschen Erklärung zum Gebetbuch (vgl. Grünbaum, Jüd.- deutsche Chrestomathie, S.324) und des דרך הישר לעולם הבא (Frankfurt a. M. 1703). Auch in R. Jakob Emdens ודרת הקנאות S. 16 a wird sein Name genannt, woraus hervorgeht, dass er die sabbatianischen Wirren mit Interesse verfolgte. Seine Witwe Jentel, Tochter des Dajan R. Jomtof Oppenheim, starb 1723 in Fürth; seine Tochter Kele starb dort 1749; sein Schwiegersohn jakob Merzbach s. d. — R. Jechiel Michel b. Abraham, der in Lemberg geboren und in Prossnitz Rabbiner war (vgl. Buber אנשי שם No. 237 und Cat. Bodl. 5656), ist wohl mit dem Unsrigen nicht identisch. 2) Vgl. meine Kurpfalz S. 239 n. 8) Vgl. Jahrbuch VIy 188. 4) Vgl. das. I, 157. 5) Näheres hierüber im 3. Teil bei צאינה וראינה (Fürth 1766).