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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 187

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 187)
Language
German
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68 von da nach M-etz1), später nach Niederehnheim und, wi& oben bemerkt, 1760 nach Fürth. Hier genoss er auch da& Vertrauen des Rabbiners Josef Steinhart, der in ehrenden Ausdrücken ihn erwähnt2). Sein Gehalt wurde später auf 100 Rtlr,. erhöht. Nach 27jähriger erfolgreicher Tätigkeit in Fürth starb er dort im Jahre 1787. Er war zweimal verheiratet; seine erste Frau Rösel, Tochter des Hirsch, starb am 5. Juni 1778; seine zweite Frau Gnendel starb in Fürth als Witwe am 21. Ja״ nuar 1795. Über seinen Sohn Wolfsohn s. d. Wolfs Nachfolger als jüdischer Gemeindearzt war Löb von S t r e 1 i t z. Schon bei Lebzeiten Wolfs wirkte hier auch ums Jahr 1770 Jesle Pappenheim. Dieser erhielt damals, laut Protokollbuch, vom Vorstand die Erlaubnis, dass er ohne ״ Schul״ mantel“ und seine Frau ohne ״Sternlich“ in die Synagoge gehen darf; er bat darum, da er nicht wisse, wie lange er hier bleibe,, und sich daher diese Kosten nicht auferlegen wolle. Dennoch blieb er längere Zeit und war noch 1784 hier tätig. Am 18. Dezember 1801 erhielt Dr. Hirsch Aron Lion die׳ Erlaubnis zur Ausübung ärztlicher Tätigkeit3). Im August 1806 eröffnete Dr. Simon Hochheimer aus Veitshöchheim (bei Würzburg), nachdem er 1791 in Freiburg i. B. promoviert hatte4), seine ärztliche Praxis in Fürth und wurde im folgenden Jahre von der jüdischen Gemeinde als Armenarzt mit einem Gehalt von 50 fl. jährlich an״ gestellt. Als gelehrter Mann machte er viele Reisen; er lebte in Berlin, München, Frankfurt a.M., Frei bürg i. B. und Wien und genoss hierbei das ihm von der Regierung gewährte Privileg der Befreiung vom Leibzoll5). Er starb am 0 Kaufmann-Freudenthal, die Familie Gomperz, S. 288. 2) Vgl. שו״ת זכרון יוסף II Nr. 12 (1הרופא מומהד. התז, ר, מאלף שי) und III No. 4 aus dem |ahre 1768. 3) Fronmüller a. a. O. S. 176. *) Die ״schwäb. Chronik“ vom 6. April 1791 bringt folgende Mitteilung: ״Freiburg i. B. (30. März). Vor Kurzem erhielt auf unserer Universität zum erstenmale ein Mediziner jüdischer Religion den Doctorhut. Er heisst Hochheimer, ist aus Würzburg gebürtig, ein Schüler Mendelssohns in der Phi״ losophie und von Geheimrath Hofmann in der Arzneiwissenschaft.“ 5) Geschichte der Juden in Baiern, S. 91 Note f.

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