Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Notiz In dem seit Jahren unermüdlich und erfolgreich betätigten Streben, Belehrung und Aufklärung über die talmudische Literatur zu verbreiten und namentlich der Tendenzlüge von dem Vorhandensein einer dem Nichtjuden unzugänglichen Geheimliteratur entgegen zutreten, bereitet Herr Professor Strack eine neue Publikation vor, auf die wir um ihrer Bedeutung willen schon jetzt hinzuweisen als Pflicht erachten. Es soll die einzig erhaltene Handschrift des ganzen babylonischen Talmuds, der Codex Hebr. Monacensis 95, den in neuerer Zeit zuerst Azulai benutzt, auf den dann Le brecht in eingehender Untersuchung hingewiesen und den schliesslich B.abbinowitz seinem grossangelegten, aber unvollendet gebliebenen Werke דקדוקי סופרים zugrunde gelegt hat, phototypisch reproduciert und dadurch der Benutzung weiterer Kreise zugänglich gemacht werden. Und das ist, wie es im Prospekt heisst, um so wichtiger, weil die durch nichts zu ersetzende Handschrift infolge der starken Benutzung während der letzten vier Jahrzehnte in Gefahr ist und ihre Benutzung künftig wohl nur in stark beschränktem Masse gestattet werden wird. Da der grösste Teil des Codex mit sehr kleiner Schrift geschrieben ist, lässt der Herausgeber beim Photographieren das Format (um reichlich 1/5) vergrössern. Dadurch wird alles leichter lesbar und vieles sogar deutlicher als in der Handschrift selbst. — Zur weiteren Erleichterung der Benutzung hat er am Kopf jeder Seite den Inhalt genau angegeben und am rechten Seitenrande die Seitenzahlen der gewöhnlichen Talmuddrucke. Die Stelle innerhalb des Textes, wo eine neue Druckseite beginnt, ist durch einen dünnen senkrechten Strich bezeichnet. Die meisten Seiten des Codex haben 80 Zeilen (wenige 81); das wagerechte Strichlein am Anfang der Zeilen 20, 40 und 60 ermöglicht ein bequemes Citieren nach der Zeilenzahl. Da der Codex 570 Blätter oder 1140 Seiten enthält, wird die Ausgabe (ohne Titel, Vorwort usw.) zwei stattliche Bände füllen. Der Preis ist für Subskribenten auf Mk. 700.— festgesetzt, welche in zwei Baten von M. 350.— zahlbar sind. Nach dem Erscheinen des ersten Bandes soll der Preis erheblich erhöht werden. Subskriptionen nehmen der Herausgeber, Herr Professor Dr. H L. Strack, Berlin-Grosslichterfelde W, Bingstrasse 73. und der Verleger, A. W. Sijthoff’s Uitgevers-Maatschappij, Leiden, Doezastraat 1, 3, 5, entgegen.