Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 444)
- Language
- German
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416 land, benannten, während die Endsilbe ka (oder ika) als eine spätere Hinzufügung griechischer Einwanderer zu betrachten sei, ähnlich wie in קורני und «pwip=Kyrene (eine Stadt in Afrika). Nach Levy (chaldäisches Wörterbuch s. v. אפריקא) ist dagegen unter dem im Targum, Talmud und Midrasch häufig vorkommenden אפריקא die kleinasiatische Landschaft Phrygien verstanden. Somit wäre der Sinn unserer Talmudstelle folgender. Rab Huna und alle grossen Männer seines Zeitalters kehrten einst am achten jr0D־Tagc aus אפרא (das ist Afrika oder Phrygien), wohin sie sich vermutlich in einer wichtigen nationalen Angelegcnkeit begeben hatten, in die Heimat zurück. Unterwegs, im Schilfe, konnten sie sich keine Laubhütte hcrstellen, auch waren sie hierzu als .שלוהי מצוד nicht verpflichtet (Vgl. Sukka 26 a). Gleichwohl sassen sie an jenem Tage der Rückkehr ■in der סוכה, sprachen aber die ברכה לישב בסוכה nicht, was demnach ein Beweis für Rabbi Jochanan ist. Karlsruhe. Dr. Schiffer. Zu Jahrbuch V. Zu S. 100. Der von Herrn Dr. Lewin über den Wiener Exulanten R. Naftali Hirsch gemachten Mitteilung sei noch zur Ergänzung hinzugefügt, dass dieser sowie seine beiden Söhne R. Simson von Prag und R. Gerson von Frankfurt a. 0. durch ihre Freigebigkeit den Druck der zweiten Auflage des Werkes רצוף אהבה (Frankf. a. 0. 1692) ermöglichten, was seitens des Autors R. Salomo Algasi dankbar anerkannt wird (vgl. die beiden Titelblätter und die Vorbemerkung zu der gedachten Schrift). Zu S. 202 Anm. 9. Als weiteren Beleg dafür, dass R. Barucli Wesel (Gumpertz) bereits 1754 aus dem Leben schied, verweise ich auf das Verzeichnis der Breslauer privilegierten und tolerierten Juden aus dem genannten Jahre, wo unter den Tolerierten ״über das Reglement“ auch die Witwe des verstorbenen Landrabbiners Gumpertz aufgeführt ist (Bresl. Staatsarchiv: MR XV vol. II, Bl. 80). Breslau. Dr. J. Landsberger.