Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 365)
- Language
- German
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337 ter dem Namen Sir (ציר) bekannt ist und auch Bibi (sollte dies von בני gebildet sein?) heisst!). Maimnni im Mischna-Comm. z. St. nennt diesen kleinen Fisch צחנה. Die Bezeichnung (genauer צהנאה) ist nach einer Angabe in Lisän-al־Arab (XVII, 112) der persische Name des Fisches, ציר der arabische; צהנאה in der angeführten Talmudstelle wäre demnach die persische Be- Zeichnung. Nach Tullers (II, 510b) ist צחנאה ein arabisches Lehnwort und bedeutet ״ein Gericht aus sehr kleinen Fischen“. Es stimmt dies mit der Talmudstelle in Ab. zara 39a überein, nach welcher dieses Gericht identisch ist mit הילק und mit מרית טרופה der Mischna Der babylonische Talmud bemerkt: ״ מאי הילקWas ist הילק? und im jerusalemischen Talmud (angeführt im Kommentar des R. Chananel z. St.) sagt R. Jochanau ausdrücklich: היא חילק" ,חילק היא טרית טרופה ist gleichbedeutend mit 1 2 3 4‘מרית מרופה. Vergleiche hierzu Raschi: צחנתא היא חילק, was ja auch aus dem Zusammenhänge hervorgeht, und zur Mischna 35 b ומרית מין ״ דגים קטנים מלוחים: טרופה. שנטרפו ונשתברוTarith 2), eine Art von kleinen gesalzenen Fischen, die zerrissen und zerstückelt werden, so dass die Gattung nicht zu erkennen ist“ 3). Die Nebenflüsse das Bab oder Buweib, nämlich Goza4) und Gamda5 *), welche erst in späterer Zeit, in der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts, in den Buweib mündeten, sind nicht näher nachzuweisen. Möglicherweise sind unter Goza und Gamda ((6ו1ס^נמדא ״reissende, von der Höhe“ herabfliessende Gewässer zu verstehen und der Talmud will im allgemeinen sagen: ״Jetzt, da reissende und Gebirgsflüsse die Natur seiner Gewässer geändert haben“, denkt also nicht an bestimmte Nebenflüsse. 1) Vgl. Bacher, Aus dem Wörterbuche Tanchum Jeruschalmis, 103, 9,7. 2) &qiöGcc eine Sardellenart. 3) Vgl. über diese Fischgattung Rosenmüller, Biblische Altertümer III, 113 und Levysohn, die Zoologie des Talmuds S. 255 und 273. 4) Zu diesem Namen existiert eine Lesart Giza גיזא und eine andere:איתן in der Parallelstelle Sukka 18a. גיזא und איתן bedeuten, wie Kohut s. v. איתן mit Recht bemerkt, ״reissend“. איתן ist die hebräische und גיש die arabische Bezeichnung. 5) Nach Kohut, Aruch s. v. identisch mit 6 /7vvtiyg bei Herodot I, 189; V, 52. Jahrbuch J. L. G. VI. n