Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 333)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3486266-3486277--2382-3489188- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
305 haggadol“*) viele tannai'tische Midraschim zu Deuteronomium enthalten sind, die sich auf den ersten Blick als Teile einer Mechilta charakterisieren, und habe sofort über diesen Fund im ״Magazin für die Wissenschaft des Judentums“ 1889 S. 193—197, sowie in der ״Israelitischen Monatsschrift“ (Beilage zur ״Jüd. Presse“) S. 41 einen kurzen Bericht erstattet. Eine grössere Anzahl von Proben aus dieser ״Mechilta“ enthalten meine Schriften לקומי מכילתא (in der Hildesheimer’schen Jubelschrift שי למורה, Berlin 1890) und לקומי בתר לקוטי (Berlin 1897), und einige Stücke aus dem Original-Texte der Mechilta zu Deuteronomium hat S. Schechter in Jewish Quarterly Eeview 1904 S. 446—452 und S. 695—697 aus drei Genizah- Fragmenten veröffentlicht* 2). Der jetzt erschienene MT dürfte uns jedoch eine genauere Kunde über jenen tannaitischen Midrasch aus der Schule R. Ismaels vermitteln und dessen Verhältnis zum Sifrö, wie überhaupt zu den Midraschim aus der Schule R. Akibas zu erkennen in den Stand setzen. 2. Um nicht das Fundament meiner MT-Ausgabe auf Vermutungen zu errichten, die, wenn auch durch noch so viele Wahrscheinlichkeitsgründe unterstützt, nur einen unsteten und schwankenden Boden darbieten, habe ich im Texte überall blos den Sifrö genau markiert und durch andere Lettern von den anderen ihn umgebenden Stücken unterschieden. Hierbei stehen wir auf relativ festem Boden, da uns der Sifrö im Originaltext zu Gebote steht, wenn auch dessen kritischer Zustand noch manches zu wünschen übrig lässt. Diejenigen Stellen, die auch in unserem Sifre enthalten sind, erscheinen im MT zumeist petit gedruckt. Bios von שמע ישראל (MT S. 24) bis Ende c. 12 (S. 55), sowie von האזינו (S. 180) bis Ende (S. 228), wo das allermeiste dem Sifre angehört, ist dieses in gewöhnlicher Schrift und das nicht im Sifre Befindliche petit gedruckt. Dasjenige vom MT, was sich nicht im Sifrö vorfindet, ist zwar zumeist einer Mechilta zu Deuteronomium entnommen; allein da darunter viele Stellen sind, die (wie die *) Näheres über diesen ״Midrasch haggadol* Ist in dem Aufsatz ״Zur Einleitung in die Mechilta de Rabbi Simon ben Jochai** im Jahrbuch 111 S. 200 f, sowie im פתח דבר zur מכילתא דרשב״י (Frank!, a. M. 1905) S. VIII angegeben. 2) Diese Stücke sind in MT S. 56—$2 und S. 69—71 abgedruckt Dass dies Stücke einer Mechilta sind, ist im Vorwort zu MT S. IV f. nachgewiesen so Jahrbuch J. L. G. Vi.