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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 236

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 236)
Language
German
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208 abgeschlossen, als Tiktin am 27. Dezember 1820 frühzeitig aus dem Leben abgerufen wurde 1). Jetzt wandte sich die Gfemeinde an den seit dreizehn Jahren in Pressburg wirkenden und als talmudische Autorität bekannten B. Mose Sofer (ההם סופר), um ihn zur Übernahme des Fiirther Rabbinats zu bewegen2). Die zu diesem Zwecke eingeleiteten Unterhandlungen schienen schon zu einem für Fürth erfreulichen Ergebnis zu führen, als sich R. Mose Sofer vor seiner endgiltigen Entschliessung nochmals brieflich an ß. Wolf Hamburg in Fürth mit der Anfrage wandte, ob ihm dort auch die Möglichkeit gegeben sei, eine Jeschiba zu unterhalten, und ob die Gemeinde gewillt sei, die seinen Unterricht geniessenden Talmudjünger in entsprechenderWeise zu verpflegen, Wie vorauszusehen war, blieb die Gemeinde Pressburg, als sie von den schwebenden Unterhandlungen hörte, nicht untätig und schickte ihre besten und einflussreichsten Männer zu ihrem ßabbi, um ihn zum Verzicht auf die Fürther Stelle zu veranlassen. Das Zünglein der Wage schwankte noch hin und her, als Hirsch Jaffe, ein vornehmer und gelehrter Mann in Pressburg, eine Entscheidung zugunsten seiner Heimatgemeinde herbeiführte, indem er seinem ßabbi zu erwägen gab, dass ebenso wie die Gemeinde Fürth und mit ihr auch ganz Deutschland durch die Anstellung des E. Mose Sofer in ihrem Ansehen steigen und in ihrer religiösen Entwicklung einen gewaltigen Aufschwung nehmen würde, in derselben Weise und in demselben Verhältnis sein bisheriger Wohnort Pressburg und mit ihm ganz Ungarn an Thora wissen und Gottesfurcht abnehmen und verdunkelt würde. Diese begeisterten Worte, gesprochen aus dem Herzen eines für die jüdische Sache begeisterten Mannes, verfehlten nicht ihre Wirkung, ß. Mose Sofer entschloss sich, in Pressburg zu bleiben und empfahl nach Fürth den Rabbiner Jehoschua in Eawitsch, d. i. E. Aron Joscha Elia Herzfeld, Sohn des ß. Baruch in Glogau3). Auch die Unterhandlungen mit E. Eleasar, Eabbiner in Triesch (bekannt unter den Namen Scheinen Kokeach), führten 1) In der Grabschrift wird seine Wahl zum Fürther Rabbiner erwähnt; vgl. Pinner, Katalog p. 98. 2) Zu dem folgenden vgl ס׳ ה;ט המשולש ההדש (Drohobycz 1908) p. 27 ff. *) Vgl. über ihn Landshuth תולדות אנשי השם p. 32•

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