Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 235)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3486266-3486277--2284-3489090- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
207 seines Schülers R. Gedalja Rothenburg, Rabbiners in B ö d i gheim 1). Debora, die Frau des R. Meschullam Kolm, die er vor Antritt seiner ersten Rabbinatsstelle heiratete, erhielt nach seinen! Tode von der Gemeinde Fürth eine Pension von 100 fl. und freie Wohnung oder anstatt dieser weitere 25fl. 2). Von den Kindern finde ich folgende erwähnt: Sein Sohn Salomo, der 1793 als Rabbiner in Schnaittach gewählt wurde; er übernahm dann 1801 das Rabbinat in Mergentheim und 1811 jenes in Ziilz, wo er am 3. Nissan (25. März) 1822 aus dem Leben schied. Mehrere Anfragen und Responsen von ihm finden sich in 3 בגדי כהונה) und in 4 שער הזקנים). Dessen Sohn Salomon Kohn, am 2. Nissan 1822, einen Tag vor dem Tode seines Vaters, in Zülz geboren, war Rabbiner in Oppeln (1847), Mast rieht (1853), Mecklenburg-Schwerin (1863) und Berlin (1875)5 er starb am 22. September 1902 in Breslau. Josef, der zweite Sohn des R. Meschullam, heiratete 1706 in Fürth. Ein dritter Sohn, Samuel, wird 1820 als Rabbinatsassessor in Wischegorod (Russland) genannt. Eine Tochter des R. Meschullam, Trauna vulgo Therese genannt, war an den Vorsteher Abraham Brandeis in Fürth verheiratet und starb 1866 in Wien. Bald nach dem Ableben des R. Meschullam Salomon Kohn ging das Bestreben der Gemeinde Fürth dahin, einen würdigen Nachfolger zu finden. Zunächst setzte sie sich mit R. Abraham Tiktin in Verbindung, der seit 1816 Rabbiner in Lublin war. Die Verhandlungen waren zu beiderseitiger Befriedigung schon *) Gewöhnlich R. Gedalja Metz genannt; vgl. meine Mitteilung über ihn im Magazin 16, 261. Responsen von ihm s. .בגדי בהוגי p. 12 b, 1 שער הזקנים p. 81 u. a. a. O. 2) Fürther Protokollbuch d. a- 1820. Debora wird auch in den Statuten des ״weiblichen Krankeninstituts“ in Fürth (Fürth 1811) alserste Spenderin freiwilliger Gaben aufgeführt; der Eintrag lautet: הרבנית הקצינה ם׳ רבודה אשת הגאון אב״ד נר״ז ,(Kittelchen) איין קיטלה ,(Kopfkissenbezug) איין קאפפציד ,(Deckbezug) איין סעקבעציך (mit Federn gefülltes Kopfkissen) אוגד איין איגגפימר צו קאפפע קיסע. 3) Vgl. das. p. 9b, 57 b, 74 b. 4) Vgl. auch meine Blätter III, 84 und V, 36.