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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 223

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 223)
Language
German
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195 er sich hierdurch zu dem Frankfurter Kabbinat setzte und der zur Folge hatte, dass man in Frankfurt und Fürth seine Ehre antastete, vermochte es nicht, an seiner ruhigen und friedlichen Gesinnung etwas zu ändern oder ihn zu einem Kampf mit gleichen Waffen zu veranlassen1). Mit seinem Schwager, dem gelehrten R. Jesaja Berlin, stand er in lebhaftem schriftlichem Verkehr2). Im Anhang zu זברון יוסף sind Novellen und Deraschoth abgedruckt, die gleichfalls von der umfassenden Gelehrsamkeit des Verfassers Zeugnis ablegen. Hebräische Gedichte am Schluss der Vorrede und am Ende des Buches zeigen den Verfasser als gediegenen Kenner der hebräischen Sprache 3). Als posthumes Werk Steinharts erschien משביר בר, das Erklärungen zum Pentateuch enthält, nebst Anhang בה שור, das sind Novellen zu Baba Bathra und anderen Talmudtraktaten, herausgegeben von seinem Enkel R. Akiba Steinhart, Rabbiner in Kubin (Ungarn)4). Der Anhang enthält mehrere Trauerreden. x) אשמרה לפי מהסזם להזהד בכבוד ת״ה שכמותם!כבודם במקומם מוגה sagt er in einem an R. Israel Lipschitz in C1 e v e gerichteten Briefe vom 22. Kislew 1767 (אור ישראל p. 24 b; vgl. auch das. p. 27 b; vgl. ferner א!ר הישר p. 17 a, 20 b, 64 b, 85 b und 86 a). 2) Vgl. ז״י, wo verschiedene Korrespondenzen mit ihm zu finden sind, u. a. auch über die Lesarten im Aruch; cf. ibid. p. 6 c, 11c, 12 c, 14 d, 15 b, 20 b, 21 d, 75 c, 95 c. 8) Eine Entscheidung von ihm d. a. 1767 über die Frage, ob ספירת העומר in der Nacht vor dem 8. Pesachtage in der Synagoge vor oder nach קידוש היום stattfinden soll, steht in מנהגי ק״ק פיורדא (Fürth 1767 p. 11.) 4) Der vollständige Titel lautet: ס׳ משביר בר על התירה לזברון יוסף שטייבהארט (Prag 1827). Akiba, Sohn des Mose Jakob Steinhart, besass die Handschrift seines Grossvaters, der sie druckfertig hinterlassen und auch schon selbst die beiden Titel משביר בד und בה שזר bestimmt hatte; letzteres wird auch im זכרון יוסף p. 116 d erwähnt. In der Vorrede nennt der Herausgeber den gelehrten R. Seeb Wolf in Fürth als Mäcen. Ferner berichtet er von seinem Grossvater mütterlicher Seite, namens Israel Isser (Ullmann), der sich bei seinem Sohne Abraham Ullmann in Pressburg aufhielt und 1785 in Fürth starb. Ein anderer Sohn des Isser, namens Schalom aus Fürth, war kurze Zeit Rabbiner in A n s b a c h, dann Rabbiner in Stampfen (1793), Fraukirchen und Lakenbach, wo er 1825 an seinem 70. Geburtstage verschied• Der oben genannte R. Akiba war ein Schüler des R« Mose Sofer

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