Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 199)
- Language
- German
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- Minsk 2× ep/1000754
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171 nach Fürth berufen. Die Nachricht hiervon findet sich auf dem Titelblatt zu 0' מרי צבי (Offenbach 1738), wo sich der Verf. Zbi Hirsch als Nachkomme des ß. Mose S9eb Wolf bezeichnet אשד היה אב״ד וד״מ בנליל עליון סביב לק״ק מינסק ולבסוף נתקבל לאב״ד ודם בק״ק פיורדא יע״א; ferner heisst es in dem von seinem Bruder verfassten und neuerdings wieder herausgegebenen נעימה קדושה (Wilna 1872 p. 7) משה זאב וואלף אב״ד ור״מ דק״ק מינסק וגליל סווילאוויץ ואח״ב נתקבל לק״ק פיורדא. Ob er die Stelle in Fürth überhaupt angetreten und wie lange er hier amtiert hat, lässt sich nicht nachweisen. Jedenfalls war er später wieder im Gouv. Minsk, wo er am 24. Tischri (7. Oktober) 1700 ראש יוסף (Cotheu 1717) und noch 1715 אהל עקב (Frankfurt a. 0. 1719) approbiert1). — Dass er etwa erst nach dieser Zeit in Fürth gelebt hätte, ist ebenso ausgeschlossen, wie die Annahme, dass er etwa um die Mitte des 17. Jahrhunderts hier gewesen wäre, da sein Vater Jehuda Judel erst c. 1629 geboren wurde. Für die hohe Achtung, die ß. Mose Wolf genoss, spricht die Auszeichnung, mit der sein Name von den Bibliographen genannt wird, wie auch das Ansehen der Familie, in die er durch seine Verheiratung eintrat. Seine Gattin war die Tochter des B. Elieser Margolit, ßabbiners in Lubomila, und Enkelin des ß.Mendel Margolit, ßabbiners in Przemysl2), Aus dieser Ehe gingen fünf Söhne hervor, die als tapfere ״Männer“ 3) für die Wahrheit der heiligen Lehre eintraten; alle fünf bekleideten ßabbinatsstellen; der älteste und der jünste waren, wie der Vater, ßabbiner in Minsk. Die Familie unseres R. Mose Wolf führte ihren Ursprung auf den hohen R. Löb in Prag zurück4). 1) Weitere Approbationen s. דעת קדושים p. 78; vgl. auch עיר ז״ילגא p. 215. 2) Vgl. meine Blätter IV, 115. 8) Die fünf Brüder hiessen אליעזר גת; ששואל יהזדה מנהם und werden von den Bibliographen nach den Anfangsbuchstaben ihrer Namen als אגשים bezeichnet; vgl. auch Belinsohn שלשי אמוגי ישראל Hl, 168. 4) Vgl. דעת קדושים p. 77; die in der Note daselbst ausgesprochene Vermutung beruht auf Irrtum, da. der Name Sobotka richtig ist; Hie, die Tochter des R. Liwa b. Bezalel, war die Gattin des Hirsch Sobotka; ihr Sohn, der Klausrabbiner, hiess Maier Sobotka; cf. Hock, p. 231. Im Uebrigen ist der Familienname Sobotka von der gleichnamigen Stadt in Böhmen herzuleiten•