Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 194)
- Language
- German
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- Mohel 1× ep/1006163
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166 Das Manuscript Fronmüller1) enthält einen Brief an ihn vom 21. November 1671, wo er als vir senex und Mohel bezeichnet wird. Mit Kayäanower stand er noch in lebhaftem brieflichem Verkehr, als dieser Rabbiner in Frankfurt a. M. war2). R. Meir starb ליל לפני י״ט אייר תמ״ג d. i. Freitagnacht 14. Mai 1683 im Alter von 84 Jahren. Bei seinem Hinscheiden waren viele Gelehrte und andere Mitglieder der Gemeinde anwesend. Am folgenden Sonntag fand die Beerdigung in grossen Ehren statt, wobei drei Trauerreden gehalten wurden und kein einziges Gemeindemitglied fehlte. Für den folgenden Tag wurde ein allgemeines Fasten angeordnet. Der Vater R. Meirs החבר ר׳ אשר בן החבר ר׳ יצחק הלוי war nahezu 30 Jahre Vorbeter in Fürth; er starb 1632 inSulzbiirg und wurde dort begraben 3). Esther, R. Meirs Gattin und diesem Meir den R. Meir Tarnopoler vermuten, was nach meiner Ansicht auf Irrtum beruht; denn auf diesen passt weder die Bezeichnung7AQ%1Gvvaywyog, noch die Schilderung des R. Meir als senex viridis animo ac vigens (nicht candens) et cum corpusculo suo colluctans, während sie zu unserm R. Meir, der Rabbiner und damals schon 73 Jahre alt war, sehr gut stimmt. Den von Kaufmann 1. c. erwähnten Brief s. im Anhang. ‘) Vgl. Ztsch. f. hebr. Bibi. 1906 p. 64. 2) Vgl. אמונת שמואל No. 34. Es handelte sich dort um Untersuchung der Speiseröhre bei Stopfgänsen. R. Meir hatte von dem Schnaittacher Rabbiner Simson gehört, dass dessen Lehrer Simon in Prag trotz der erleichternden Anschauung des ט״ז in erschwerendem Sinne urteile, und vertrat deshalb auch den gleichen Standpunkt. Nun erkundigte er sich bei Kaydanower und Hess auch in der Synagoge in Fürth ausrufen, dass er Kaydanowers Ansicht hören wolle. Die Zeitangaben fehlen zwar, allein aller Wahrscheinlichkeit nach fällt die Anfrage ins Jahr 1672, wo R. Meir schon 73 Jahre alt war, deshalb auch die Ueberschrift מהישיש הרב החסיד מהד״ר מאיר סג״ל זקן ונשוא פנים מק׳יק פיזדדא. R. Meir hält seine Anfrage in schlichter Form ohne gelehrtes Beiwerk. Seine Bescheidenheit zeigt sich auch in der Art und Weise, wie er in der Synagoge bekannt machen Hess וצויתי לשמש העיד להבריז בב״ך, שמעתה ומכאן. ואילך לא אורה בדבר כזה לא לאיסור ולא להיתר עד אשד אדרוש ואחקוד אצל אדוני ם'!ז הגאון היאך הוא נוהג באווזות כזאת ע״ד בדיקת הושט על כן בקשתי מאדוני מ״ו שאל ימנע טוב מבעליו וישיב לי ע«״מ ואז אדע פי מצאתי חן בעיני׳. (R. Simson Abeies, der auch in אמונת שמואל No. 23 genannt wird, war ein Schüler des ב״ח und starb 1680 in Prag; Kaydanower spricht mit grosser Achtung von ihm.) 3) Memorbuch der Neuschule No32 ״.