Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1909-01-01 · VI. 1908 - 5669 (1909) · page 191

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VI. 1908 - 5669 (1909)
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 191)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3486266-3486277--2240-3489046
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

163 Neben seiner Lehrtätigkeit hatte er auch mancherlei Arbeit in der Gemeinde, in der es an unruhigen Elementen keinen Mangel hatte1). Über den Nachfolger Kaydanowers auf dem Fürther Rabbinatsstuhle fehlen sichere Anhaltspunkte. Carmoly2) sagt, ß. Jesaja Horwitz II, der Sohn des früher genannten K. Sabbatai Scheftel Horwitz, habe im Jahre 1668 hier Anstellung gefunden und sei sechs Jahre hier geblieben, bis er 16T43) nach Frankf u r t a. M. berufen wurde. Allein bekanntlich ist Carmoly kein zuverlässiger Gewährsmann und seine Angaben bedürfen immer einer genauen Nachprüfung. Im vorliegenden Falle finden jedoch seine Angaben eine wesentliche Stütze durch einen besseren Gewährsmann. E. Zbi b. Jakob4) berichtet, dass er in Fürth eine unrichtige Auffassung der Erubgesetze angetroffen habe; die dortigen Gelehrten, hierauf aufmerksam gemacht, beriefen sich auf langjährigen Usus aus den Zeiten der grossen Eabbinen, die hier gelebt haben, wie R. Scheftel und sein Sohn Jesaja. Da dieser Bericht aus dem Jahre 1689 stammt, also nur 1*/2 Jahrzehnte nach dem Abgang Jesajas von Frankfurt a. M., so halte ich ihn für wichtig genug, ihn hier als weitere Stütze für Carmoly zu registrieren. Ein Irrtum des הבס צבי bleibt trotzdem nicht ausgeschlossen. R. Jesaja ging von Frankfurt a. M., wie sein Yater, nach Posen5), wo er, etwa 58 Jahre alt, anfangs 1689 starb. ף Vgl. ,שז״ת נוזלת שבעד Nr. 52 Schluss. Unter den hier enthaltenen Korrespondenzen Kaydanowers sind Nr. 43 und 52 ausdrücklich aus Fürth datiert, das auch sonst in seinen Schriften genannt wird; vgl.אמונת שמואל p. 33c; auch das Responsum das. p. 31 d scheint von Fürth zu sein; Nr. 34 ist nach Fürth gerichtet; No. 46 und 48 sind von dort datiert und in Nr. 42 wird auf Fürth Bezug genommen. 2) Israelit 1867 p. 696. 8) Seine Berufung nach Frankfurt a. M. erfolgte 1677; vgl. Horovitz 1. c. p. 53 und dessen מטה לוי p. 8 Nr. 7 n. 1. 4) שו״ת ההם צבי Nr. 111. 5) Die Zeit seines Amtsantritts in Posen lässt sich ziemlich genau feststellen, da er am 20 Tamus (12. Juli) 1686 von Frankfurt ein Schreiben an R. Eljakim Götz b. Melr (שו״ת אפן השוהם Nr. 62) richtet, und am 6. Cheschwan (24. Oktober) desselben Jahres in Posen eine Approbation zu Juda b. Nissans בית יהירה (Dessau 1698) ausstellt. Da er 1698 starb, so war

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.