Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 81)
- Language
- German
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53 eine Bittschrift eingereicht hat, in welcher er das Geschehene bereut und um Barmherzigkeit bittet, wird beschlossen, die Sache vorläufig ruhen zu lassen, indes soll bei der geringsten Veranlassung strenger gegen ihn verfahren werden. 27. Tarn us. Von einigen Hahamim aus Prag wird ein Schreiben vorgelegt, welches die grosse Not in dortiger Stadt schildert. Es wird mit Bücksicht hierauf eine Unterstützung von 50 Reichstalern bewilligt. Es soll öffentlich bekannt gemacht werden, dass fortan, wenn jemand bei einer Surä eine Predigt in der Hauptsynagoge halten lassen will, tags zuvor bei dem Vorstande, unter Namhaftmachung des Redners, um Erlaubnis nachzusuchen ist. Die im vorigen Jahre gestattete Freiheit, sich nach Belieben einen Redner zu wählen, wird aus Zweckmässigkeitsgründen aufgehoben. Am 10. Elul handelte es sich um den Antrag, welchen der H. David Cohen in eigenem Namen und namens der übrigen Gemeindebeamten eingebracht hat und welcher dahin ging, mit Rücksicht auf den 13. Monat des Jahres eine Gehaltszulage zu bewilligen. Das Gesuch wird als unbegründet abgelehnt, weil Derartiges bisher nie beantragt und auch nie gewährt worden. Herr Yahacob Curiel hat, bei Gelegenheit der Surah seiner Tochter Abigayl Abäs, der Gemeinde eine Tebah1) geschenkt (fes kodes), hierbei jedoch die Gavetas (Fächer) in jener Ttbah für sich und die Seinigen reserviert. Der Vorstand nimmt die Widmung mit dieser Bedingung an. Der Vorstand hatte beschlossen, einen Tudesco Namens Ylel (Hillel?), welcher sich mit einer früheren Dienstmagd des Jeosuah de Palassios verheiratet hatte, auszuweisen, und zwar sowohl aus triftigen Gründen, die gegen den Genannten Vorlagen, wie auch wegen seines zur Kenntnis gelangten schlechten Lebenswandeis (sua mä vida) und besonders wegen des Umstandes, dass er ausserhalb der Anzahl der hier Zugelassenen stand. Trotzdem der Genannte nun alles Mögliche aufbot, um, entgegen dem von dem präsidierenden Herrn Bürgermeister Schleebosch ihm auf Antrag des Vorstandes erteilten Befehl, hierzubleiben, hat er 0 Bei deutschen Juden ״Aljnemor‘1 genannt• .