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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 412

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 412)
Language
German
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352 hohen und der neuen, aus 1). 1696 finden wir ihn als Armen vor- Steher2), im nächsten Jahre war er Mitglied der Kscherimkörperschaft8), deren Wirksamkeit zwar jährlich nur auf kurze Zeit bemessen, aber für die Gemeinde oft von weittragender Bedeutung war4). Wenn man nun bedenkt, dass zu diesem Amt nur die ausgezeichnetsten Mitglieder der Gemeinde gewählt wurden, dürfte mit Recht anzunehmen sein, dass R. Arje Lob damals nicht mehr in ganz jugendlichem Alter geständen haben und mindestens etwa um das Jahr 1670 geboren sein wird. Da seiner im Jahre 1697 (bis zur Rückkehr im Jahre 1714) in den Gemeindebüchern zum letzten Mal als eines Einheimischen Erwähnung geschieht, so wird hieraus mit Sicherheit zu folgern sein, dass er in diesem oder spätestens im folgenden Jahre sein Rabbinat in Peisern (Russland, Gouv. Warschau) antrat 5). Nach dem im Jahre 1714 erfolgten Ableben des Darschans R. Falk machten es die Kscherim der Gemeindevertretung zur Pflicht, ja keine Verzögerung in der Berufung eines Nachfolgers eintreten zu lassen im Interesse der moralischen Belehrung des Volkes, die allsabbatlich stattfinden sollte6). Die Wahl fiel bekanntlich auf unseren R. Arje Lob, welcher spätestens kurz vor Roschhaschanah des genannten Jahres in seinem neuen Wohnorte eintraf7). Vom Jahre 1715 ab8) ward er alljährlich zum Mitglied des ersten der drei Richtercollegien ernannt9), welchem er auch bisweilen wohl bei Abwesenheit oder sonstiger Verhinderung des 4) Daselbst Bl. 196b. 199a, 202a, 208a, 211a, 215b. 2) Das. Bl. 213b. ״) Das. BI 217a. 4) Näheres hierüber vgl. bei Feilchenfeld a. a. O. S. 126 ff. 8) Nach den mir aus Peisern gewordenen Mitteilungen, an deren Zuverlässigkeit kaum ein Zweifel obwalten kann, sind dort über die Amtstätigkeit des R. Arje Lob keinerlei Aufzeichnungen vorhanden. 6) Gemeindeb. I Bl. 261a. 7) An diesem Feste fungierte er nämlich schon als Vorbeter in Posen (Das. BI 262a.) 8) Für das vorhergehende Jahr waren bei seiner Ankunft in Posen die Dajanatswahlen bereits vollzogen. *) Die Belege hierfür finden sich während eines Zeitraums von 22 (ähren zerstreut in dem erwähnten Gemeindebuche, und ist es wohl überflüssig, dieselben im einzelnen anzuführen•

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