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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 254

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 254)
Language
German
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194 die früheren Deputierten Jacob Habilho und Abräo Jesurun an Stelle der Herren Semuel de Caseres und David Milano1), sodass die Versammlung vollzählig aus sieben Mitgliedern bestand. Der Präsident legte die beiderseits vorgebrachten Gründe dar und es wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, Baruch solle gezwungen werden, die Angelegenheit durch Schiedsrichter entscheiden zu lassen, denn es handele sich um eine auf Quetubot bezügliche Sache, welche wegen der Uebelstände, die daraus erwachsen würden, wenn derartige Dinge vor die weltlichen Geiichte (ao joizo dos goims) gelangten, unter uns erledigt werden müsse. 16. desselben. Der Debora Cardoza wurden auf deren Gesuch 9.— bewilligt. Die Herren Deputierten erteilten dem Jochanan de Leäo, auf das von ihm eingereichte Gesuch, die Erlaubnis sich ungehindert (livremente) hier niederzulassen. Es wurde beschlossen, folgende Dekrete veröffentlichen zu lassen: ״Da bei dem Mabamad wiederholt wegen der hohen Fleischpreise Klage geführt worden, wird, als für die Allgemeinheit vorteilhafter, beschlossen, es zu gestatten, dass fortan ein jeder, der es will, in dem Schlachthause (carnesaria) ungehindert Fleisch kaufen kann und zwar sowohl für sich wie auch zum Verkauf im Kleinen (wofern der Preis ein angemessener). Der Betreffende hat jedoch der Gemeinde an Gebühr für deren Sochet zu zahlen: Für jeden geschächteten Ochsen 24 placas (Schilling); für ein Kalb 4 Schilling; für einen Hammel oder ein Lamm 2 Schilling. Verboten ist alles Fleisch, das nicht von Haim Saruco geschlachtet und untersucht worden (degolada e badcada), welcher auf Verlangen bereit ist, sein Amt auszuüben. Wer Hammel haben will, hat einen Wächter mitzubringen, welcher bei der Bedicä zugegen zu sein hat, wofür wegen der vorhandenen Bedenken (escrupulo) gehörig Sorge zu tragen ist.“ Obiges Dekret wurde erlassen, nachdem Jacob Jesurun und Jzaque Mendes dem Vorstande erklärt hatten, sie seien nicht *) Die letztgenannten hatten anscheinend ein persönliches Interesse an der Sache.

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