Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 253)
- Language
- German
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193 Der Präsident brachte namens Mosd Guidon in Vorschlag, diesem die Erlaubnis zur Herstellung der Masot für die Armen zu gewähren. Dies wurde genehmigt, wobei man dem Guidon sagen liess, er habe dafür Sorge zu tragen, dass die Masot mit der erforderlichen Vollkommenheit und zu einem angemessenen Preise (presso que for justo) angefertigt werden. 5417. Am 15. Tebet. Vor dem versammelten Vorstand erscheint Izaque Nar (Naar) Pardo und überreicht eine Supplik, in welcher er darum bittet, man möge den Herren Crastos (sic!) befehlen, ihm das von seiner Tante Violante Correa ‘) errichtete Testament anszuliefern, was er, als deren Erbe, verlange. In Ermangelung dessen, unterwerfe er sich in Betreff seines Erbanspruchs dem mosaischen Becht (din de Israel). Beschlossen: Die Supplik dem Dr. Baruch Namias zur Begutachtung zu unterbreiten. Jacob Ulhoa bittet den Vorstand um Befürwortung bei den Herren Bürgermeistern (SS?! Burgamestres) eines von ihm bei dem Senate eingereichten Gesuches um die Erlaubnis, das Gewerbe eines Zuckersieders (refinador de Asucar) in hiesiger Stadt auszuüben. Beschlossen: Da die Sache in Zukunft der Allgemeinheit unserer Nation zum Vorteile gereichen kann, werde man ihm alle Hülfe und Unterstützung gewähren, deren er zur Erreichung seines Vorhabens bedarf. 2. S e b a t. David Milano hatte bereits mehrmals eine Forderung des Izaque Montalto gegen Jacob Baruch, wegen einer zu Gunsten der verstorbenen ßibcä Baruch errichteten quetubä, in der Vor- Standssitzung vorgebracht. Man hatte die Sache beizulegen gesucht, jedoch Baruch wollte sich auf nichts einlassen und sich lediglich an das von seiner Frau gemachte Testament halten. David Milano, als Anwalt (procurador) des Montalto, drang bei den Herren Deputierten darauf, man solle jenen zwingen, die Angelegenheit einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Um nun einen Beschluss herbeizuführen, der das Bicbtige trifft, berief man!) Ihr wirklicher Name lautete Channä Naar; in Portugal aber, wo sie noch Güter besass, hatte sie unter dem angenommenen Namen Violante Correa gelebt. Jahrbuch J. L. G. VH. 13