Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 251)
- Language
- German
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191 übernahm es der Präsident, einen Versuch zu machen, um einen Vergleich zwischen Baruch und Montalto herbeizuführen. Ferner klagte Luis Aluarez, dass Abräo Fidanque, nachdem er ihn 17 Monate mit dem Versprechen hingehalten hatte, er würde sein Rechnungsverhältnis mit David Delima ordnen, jetzt zurücktrete und ihm sagen lasse, dass er nichts mehr mit der Sache zu tun haben wolle. Fidanque wurde vorgeladen und man drang in ihn, er solle die Angelegenheit nicht von der Hand weisen; er erwiderte jedoch, dass er infolge eines Schwures nicht Schiedsrichter sein könne. 25. Hesvan. Es wurde beantragt, dem H. H. David Coen zu schreiben, dass man ihm nur 3 Monate Urlaub erteilt hätte und das3, wenn er nach deren Ablauf nicht zurückkäme, sein Gebalt nicht weiter geben würde. Beschlossen : Da der Genannte sein Gehalt schon bis Ostern erhalten, wolle man bis dahin abwarten, ob er wiederkommt, und dann eventuell weiteres beschliessen. Am 11. Kisieb. Der schon oben erwähnte Daniel Habilho wurde aufgefor* dert, die über ihn verhängte Geldstrafe von 2 Et. zu zahlen und die Vorsteher der T. T. um Entschuldigung zu bitten, andern* falls dürfe er bei Strafe der Berachä das Haus nicht verlassen. Die Wittwe Grasia Franca bittet um Erhöhung ihrer regel* massigen Unterstützung. Beschlossen: Es soll hierin eine Aen* derung nicht stattfinden, doch man werde ihr auf anderem Wege etwas zukommen lassen. Jochanan de Leäo bittet um die Erlaubnis, sich in hiesiger Stadt niederzulassen. Diesem wurde nicht stattgegeben, sondern es sollen zunächst eingehende Erkundigungen über sein Vorleben eingezogen werden und beauftragte man hiermit die Herren l)r. Pimentei und Selomo Curiel. Bezüglich der Verteilung von Kleidungsstücken (vestaria) an Bedürftige zu Hanucä wird beschlossen, die damit betrauten Personen sollen angewiesen werden, für dieses Liebeswerk nicht mehr als 200 aufzuwenden. Der Schatzmeister Selomo Curiel wurde angewiesen, nach Amsterdam an Aron Capa Dosse (Capadoce) und Mosö Curiel zu schreiben, dass diese das in ihren Händen befindliche Geld des