Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 402)
- Language
- German
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329 למבדה באתיא בזי הוד. לקדמן R 9 ומנחתא ולבונתא יקרבון על 10 מדבהא זך לקבל זי לקדמץ 11 הוד. מהעבד Ü b 0 r s 0 t z n ת g. 1. Nachricht von dem, was Bagohi und Deläjäh mir gesagt haben, Nachricht wie folgt: 2. ״Da sollst in Ägypten sprechen 3. vor Arsames über das Altarhaus des Gottes 4. des Himmels, welches in der Festung Jeb gebaut 5. war vor unsrer Zeit, vor Kambyses, 6. welches jener ve?•/luchle Waidrang zerstörthatte 7. im Jahre 14 des Königs Farins, 8. es wieder aufzubauen an seiner Stelle, wie es früher gewesen ist. 9. Und Speiseopfer und Weihrauch sollen sie darbringen auf 10. jenem Altar ebenso, wie früher 11. getan zu werden pflegte.u Die wichtigste Tatsache, welch(‘ hier berichtet wird, ist die, dass die Juden in Elephantine mindestens seit der Zeit Kambyses' einen Tempel besassen, in dem sie Opfer darbrachten, dessen Existenz ihnen ein bedeutendes Herzensanliegen war. Es erhebt sich die Frage, wie das mit der Forderung der Kultuseinheit, des ausschliesslichen Opferns in Jerusalem, wie sie im Deuteronomium aufgestellt ist, vereinbar war. Allein dieselbe Schwierigkeit besteht ja auch bei dem Oniastempel, der in Leontopolis i. J. 160 gebaut wurde, zu einer Zeit also, wo jenes biblische Verbot unangezweifelt längst bestand1). So wenig sich im letzteren Falle Onias und die unterägyptischen Juden durch jenes Verbot an der Unterhaltung eines ägyptischen Tempels und am Opfern in ihm hindern Hessen, ebensowenig hat sich nach der Zerstörung des jerusalemischen Tempels schon im 6. Jahrhundert die oberägyptische jüdische Kolonie von einen! gleichen Unternehmen abhalten lassen. Wan war in beiden Fällen wohl der Ansicht, dass mit der Zerstörung des נ) Auch D. H. Müller weist in WZKN XXI, 418 f hierauf hin-