Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 324)
- Language
- German
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252 Patriarchen sehen, Vorbringen, dass zwischen Jose ben Joeser und Hillel nur 3 Patriarchate liegen; was ist mit den Vorgängern Ililiels, den Söhnen Bethera? Warum werden diese nicht genannt? Nach der allgemeinen Auffassung, dass der erste Abschnitt von Aboth in erster Linie eine lückenlose Traditionskette geben will und nicht ein Verzeichnis der Regierenden, ist das abgesehn von anderen Gründen, schon darum nicht auffallend, weil der Nachfolger der Söhne Bethera die Thora von Scheinaja und Abtalion empfangen hat, also für die Traditionskette die Erwähnung der Söhne Bethera sich erübrigt. Die Frage verwandelt sich in einen Vorwurf. Wie darf man uns von nur drei Geschlechtern zwischen Jose ben Joeser und Hillel sprechen; liegt nicht vor Hilleis Patriarchat die Zeit der Söhne Bethera, und sind daher zwischen ihm und Jose b. Joser vier und nicht drei Geschlechter zu nennen? Und vier Geschlechter sind doch selbst für kurzlebige Zeiten nicht zu wenig in 130 Jahren? Einmal misstrauisch geworden, betrachten wir uns auch Krochmals zwei Geschlechter in den hundert Jahren zwischen Simon ben Jochanan dem Aelteren und Jose ben Joeser. Simon der Gerechte wird in der Mischna gar nicht als Vorgänger Jose ben Joesers genannt, zwischen ihnen finden wir Antigonos aus Socho. Wir haben also von Simon dem Gerechten bis Hillel sieben Geschlechter: Simon, Antigonos, Jose b. Joeser, Josua ben Perachja, Simon b. Schetach, Schemaja und Abtalion, die Söhne Bethera. Wie darf es bei einer Beweisführung, die eine alte, feststehende Annahme soweit zu erschüttern sucht, dass sie den Enkel für den Grossvater setzt, Vorkommen, dass man zwei Geschlechter verschweigt? Das Vergessen der Söhne Bethera wollen wir jetzt nicht weiter beurteilen, da es für Krochmals Beweis bezüglich Simon d. Gerechten weniger von Belang ist und von ihm mehr des Effekts wegen herbeigebracht wurde, um die grössere Zahl zu erhalten, während es für Frankel die Veranlassung war, da einen ״engen, tiefdunklen Weg“ zu sehen, der künstlich beleuchtet werden muss, wo in Wirklichkeit sich eine weite und belle Strasse öffnet. Nach Bereschit Rabba 65 wird als feststehend angesehen, dass Jose b. Joeser zu den Gelehrten gehört, welche durch die Ränke des hellenistischen Hohepriesters Alkimos im Jahre 151/152 aer. Sei. (160 v. d. g. Z.) umge-