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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 272

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 272)
Language
German
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200 Ursache der geringen Einnahmen aus der erwähnten Abgabe und überhaupt die Nichtbefolgung der hierüber erlassenen Vorschriften in dem ״fast allgemeinen Hasse“ zu suchen, ״welchen die samtliehe hiesige Judengemeinde gegen den Landrabbiner hegt“ 1). Die Kommission befürwortete daher, da ihre Bemühungen, die Beschwerdeftihrer von ihrer vorgefassten Meinung bezüglich seiner ״Gemütsbeschaffenheit“, von der sie sich ״allerhand widrige Vor- Stellungen machen“, abzubringen, vergeblich blieben, die Enthebung Gumpertz* von den ihm in dieser Angelegenheit zugedachten Funktionen2). Diesem Anträge gab die Kriegs- und Domänen- Kammer unterm 23. Oktober 1752 statt3). Ungeachtet der vielfachen Inanspruchnahme der Tätigkeit des Landrabbiners in Angelegenheiten, die mit seinen eigentlichen amtlichen Funktionnen doch nur in losem Zusammenhänge standen4), fand er nichts desto weniger die Zeit, sich auch mit zahlreichen und zum Teil nicht unbedeutenden Geldgeschäften zu befassen5). Es scheint, dass in unserem Gumpertz gleich einem *) Diese Folgerung scheint mir denn doch ganz widersinnig Die Gumpertz hassenden Gemeindemitglieder sollen sich der Fleischabgabe, deren Abschaffung ja gerade der Landrabbiner mit allem Nachdruck erstrebt hatte, entzogen haben! Man sollte eher das Gegenteil erwarten. Ferner ist es doch ganz undenkbar, dass der ärmere Teil der Gemeindemitglieder für deren Interessen der Rabbiner uneigennützig eingetreten war, ihm Hass entgegengebracht haben sollte. Von einem solchen können eben nur die Reicheren, und insbesondere diejenigen, welche an der Spitze der Gemeinde- Verwaltung standen, erfüllt gewesen sein. 2) Mag.־־Akt 16.12, BL 49. 3) Daselbst Bl. 50. 4) Vgl. z. B. M. G. W. J. 39, S. 127. 5) Auf das einzelne einzugehen, wäre zwecklos und ohne Interesse; über einen Teil dieser Geschäfte finden sich Nachrichten im Br. Stadtarchiv : Signaturbuch aus d. J. 1724, 1726 und 1750; das.: Vergleitungsbuch aus d. J. 1738, BL 36b; Lib. Sent. XI, Bl. 146b—148; Börsenarch. No. 98, Bl. 112- 114. Staatsarchiv zu Breslau: AA III 16 f, g, i, k, t. Nur das eine sei er־• wähnt, dass er sich noch im letzten Jahre seines Lebens in Gemeinschaft mit einem seiner Söhne — es war dies wahrscheinlich der älteste, namens Elias — an einem bedeutenden geschäftlichen Unternehmen beteiligte (Br. Stadt׳ archiv: Lib. ad Reg. et Pr-, Jahr 1753, Bl. 12—13 und 215—218). 1744 gab er der Behörde gegenüber die Erklärung ab, dass sein Vermögen nur in Schuldforderungen bestehe (das. Mag.׳Akt. 165־, vol. II, BL 24). ln Geschäfts*

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