Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 256

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 256)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3486266-3486275--1848-3488211
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

184 Einer seiner Vettern war Benedikt Levi Gumperz in Nymwegen1), zweifellos identisch mit dem bei der holländischen Regierung sehr einflussreichen Bankier gleichen Namens2). Als etwa 25jäl1riger junger Mann machte er sich im Jahre 1715 in Breslau ansässig3), wo bereits seine Schwester Helene4) als Gattin des reichen und angesehenen Philipp Lazarus Hirschei5 6) wohnte. Auch er selbst war begütertG) und lebte hier, wie es scheint, zunächst unter dem Schutze seines privilegierten Schwagers7) bis zum Jahre 1720 etwa8) unangefochten seinen religionsgesetzliehen Studien und seiner geschäftlichen Tätigkeit als Vertreter eines holländischen Wechslers9). Im Jahre 1720 Unterzeichnete sich Gumpertz, der um diese Zeit auch von christlicher Seite als ״Rabbiner״ bezeichnet wird, welcher in dem von ihm bewohnten Hause eine ״Synagoge״ unterhalte 10), nach der Mitteilung Freudenthals11 12) als Landesrabbiner. Da er aber in der Folgezeit bis zum Jahre 1744 sich, soweit mir bekannt geworden ist, weder selbst so nennt J2j, noch ihm von anderer Seite ein derartiges 1j Breslauer Stadtarchiv: Lib. Sent. XI., Bl. 142. 2) Vgl. FrankFGrün in M. G. W. ). N. F. 11, S. 325, Kaufmann, aus Heinrich Heines Ahnensaal. S. 109, und Samson Werlheimer, S. 88, jetzt auch K-F. S. 361. 3) Breslauer Stadtarchiv.: Börsenarchiv No. 98, Bl. 308b. 4) Die Richtigkeit dieses Namens scheint aber zweifelhaft, da eben denselben auch ihre Mutter führte (vgl. K.-F. S. 89 und 138). Uebrigens zeigt sich bezüglich der hier (S. 140) angegebenen Namen noch eine weitere Schwierigkeit, indem nach S. 89 die Mutter auch Hitzel genannt wurde, nach S. 140 aber eine ihrer Töchter ebenso hiess. b) Schon im Jahre 1710 wird er zur ersten Klasse der Breslauer jüdischen Steuerzahler gerechnet (daselbst No. 91, Bl. 460). 6) Daselbst No. 98, Bl. 90b. Im Jahre 1718 fiel ihm allem Anschein nach in Gemeinschaft mit seinen Geschwistern eine Erbschaft zu (das. Lib. ad Comit. et Bar. Jahr 1718, Bl. 70b). 7) Daselbst. Börsenarchiv No. 98, Bl. 322b. •) Ebendaselbst. *) Daselbst Bl. 308b. 10) Daselbst Bl. 109 und 110. ״) Vgl. S. 183 Anm. 1. 12) Breslauer Stadtarchiv: Magistrats-Akten 16, 15, Bi. 8 und 16; BreSlauer Staatsarchiv, MR XV. 1. vol. I BI. 16a.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.