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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 188

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 188)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486275--1780-3488143
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ordner berufen Mose b. Katriel Weisswasser, und 1603 war dort in gleicher Eigenschaft Ascher b. Naftali aus Prag aus der Familie Altschtiler tätig. Diese Familie Altschüler hat überhaupt in Polen starke Ausbreitung gefunden, und viele der hier in diesem Abschnitte Genannten gehören ihr gleichfalls an. Ihre frühe Niederlassung in Prag feiert die Sage 1). Aus dem Prager Gebetritual ist mancher Brauch in dasjenige von Krakau übergegangen, so für den Abend des neunten Ab (אוי נא לנו) und den Morgen des siebenten Sukkottages (תתננו). Polnische Gemeinden bezeichneten Prager Juden als ihre Gründer, so diejenige von Schlochau im achtzehnten Jahrhundert zu polnischer Zeit. Hier musste die Judenschaft um die Wende des Jahrhunderts wiederum zum Wanderstabe greifen und brachte durch Einwanderung die bisher nur wenige Glieder umfassende Gemeinde zu Schubin zu schnellem Aufblühen und starker Entwicklung. Unter ihnen befanden sich Nachkommen des Prager Rabbiners R. Liwa b. Bezalel, bekannt unter dem Namen des ״hohen Rabbi Lob“. Sie waren zum Teil Handwerker: Schneider, Kürschner und Tuchmacher. Eine, wenn auch geringe, Stütze erhält diese Tradition dadurch, dass 1834 in Schlichtingsheim ein Salomon Schlochow genannt wird, der den Beinamen ״Munka trug. Letzteres nun ist der Name einer Prager Familie 2). Auch die Gemeinde in Pinne, in welcher 1553 die ersten Juden urkundlich erwähnt werden, besitzt eine Tradition, der zufolge Prager Exulanten die ersten waren, die sich im dortigen Ghetto ansiedelten. Gestützt wird diese Annahme dadurch, dass 468. Nach einer Mitteilung des Herrn Prof. Berliner-Berlin ist bei פאזויר nicht an פאזויאה [Pavia], eher an ein polnisches Wort mit der Vorsilbe pow [vgl. powiat, Kreis] zu denken. Ueber Juden in Pavia s. Ztschr. f. hebr. Bibi. III 60, Blau, Leo Modena hebr. Teil S. 135 Anm. 7, פחד יצחק Buchstabe ב S. 20a• *) Zunz, Ritus S. 196, Steinschneider S. 27, 71, 268, Friedberg a. a. 0. S 17, 22, 25, 19, Zu nz, ZurGesch.u. Lit. S.283. Die Sage über den Ursprung der Familie Altschüler s. Waiden S. 93. 2) Jeschurun 1902 S. 514, Verz. sämtl. nat. Isr. S. 36. Vgl. Gesch. der Juden in Lissa S. 225, Waiden S. 93, Benjakob ב Nr. 507, n Nr- 118, ז Nr. 17, ח Nr. 694, ת Nr. 317, 338.

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