Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
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94 treffend gekennzeichnet. Abraham und Angelus, ״welsche Musikanten״ hielten sich 1564 in Polen auf. 1859 werden noch in Bialystok genannt Schraga Feiwel und Malka בלאך, sowie David Isaak und Meier בעלאך, in Kalisch Mose 1בלאך). Der Ursprung der Rapaport, die bis auf den heutigen Tag polnische Rabbinate schmücken, ist gleichfalls in Deutschland und Oberitalien zu suchen, wo der Ortsname Porto sich vielfach findet. Als Stammvater des Geschlechts gilt R. Abraham Cohen Rapa (רפא), Leiter der Talmudschule in Mantua, der 1593 starb. Vielleicht ist רפא identisch mit der nördlich von Regensburg gelegenen Landschaft Raffa, und diese ist möglicherweise die Heimat der Familie. Abrahams Sohn Gerson aus Porto wurde 1538 geboren, studierte in Mantua und wurde in seiner Heimatstadt zur ewigen Ruhe gebracht. Dessen Sohn Simcha studierte in Venedig, wanderte 1603 nach Prossnitz und sodann nach Wien, wo sein Sohn Jirmijahu Haupt einer Talmudschule wurde und den Namen Rapaport trug. Dessen Sohn R. Meir Rapaport heiratete in Lemberg und starb als Rabbiner von C11 e 1 m vor 1662. Seitdem entsandte dieser Stamm seine Sprösslinge über ganz Polen, und ihrer Entwicklung sind mehrfach Forscher nachgegangen 2). *) Monatsschrift 1905, S. 57 f., Benjakob א Nr. 217, ג Nr. 179, מ Nr 1896, 2287, Belinson III 172, קריה נאמנה, Dyhernfurth 1825, Subskribentenverz., Rga 1696 ,בית יעקב, Approb., Zunz, Monatstage S. 56, Buber, קריה נשגבה S• 7, 22, 27, 38, 75, 95, Wetstein, לתולדות S. 25 f., Zunz, ges- Sehr. I 199, Caro, Polnische luden a a. O., משניות ס׳ נשים עם תפארת ישראל, Danzig 1843, Subskribentenverz., Brann, Gesch. der Juden in Schlesien Anh. S. LXVII, Wetstein, Materialien S. 22, Verz. samt! nat. Isr. S. 52 Vgl. noch unten Schlagwort ״Welsheim“. Ueber Nachkommen Saul Wah!s in Grosspolen siehe Heppner- Herzberg S. 140 Anm. 1. פרקי אבות, Amsterdam [Krotoschin] 1859, Subskribentenverz- ‘2) Kahan S. 25 und die dort zitierten Quellen, Löwenstein, Blätter 1 5, 14, 22, 36, Brann, ״das Geschlecht der jungen Raben״ im Centenarium S. L. Rapoports, Wien 1890, S. 394 ff, Wiener-Eisenstadt, דעת קדושים; vgl. Blau, Leo Modena, deutscher Teil S. 132, 135, 157, hebr. Teil S. 49, 87. Der Name Rapp kommt 1514 im sächsischen (Grätz, Gesch. IX1 169 f.), 1750 in Frankfurt a. M. (Horovitz, Frankf. Rabb. III 60) und 1647 in Posen vor (R. Hirsch Rap, Pos. Kscherimbuch S. 75[84]b). Vergleiche Michael, Or ha- Chajim Nr. 172, 786.