Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 165)
- Language
- German
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93 R. Scliemaja b. Leiser בלוך lebte 1650 in Krakan. Der Tod eines R. Alexander Sender נלאך wird in einem in Wilna 184!) gedruckten Klageliede betrauert. Simson נלאך Halewi liess 1809 in Lemberg אגרת התנצלות drucken. Er ist wohl derselbe (ben Isaak), der als Verfasser der שנילי עולם (Zolkiew 1822) genannt wird, wobei als seine Heimat Brody und als sein Wohnort Zolkiew bezeichnet wird. Er starb 1845. In Kempen blühte die Familie Bloch bereits zu polnischer Zeit. Löb b. Peilta בלוך wird 1825 in Posen erwähnt. Chajim b. R. Uri Schraga Phoebus Bloch aus Krakau war 1693 Vorsteher der Vierländersynode. Abraham b. Jakob בלוך Unterzeichnete 1704 eine Zolkiewer Gemeinde- Ordnung, ebenso Samuel b. Jakob בליך Asehkenasi 1680, 1692 und 1696 als Gemeindevorsteher. Elieser b. Simon ha-Cohen נלאך aus Wolkowysk übersetzte den Robinson ins Hebräische (Warschau 1849). Jakob Jokel Bloch lebte 1843 in Keidany. 1792 veröffentlichte in Lemberg R Josef b. Abr. נלאך, Prediger in Satan ow, seine Novellen und Predigten גנזי יוסף. In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts werden Malka Rösel und Alexander נלאך in Bialystok genannt. 1806 war Tensor in Warschau David b. Naftali Hirz, genannt David וואליה. Er erteilte die Erlaubnis zum Drucke des בית שמואל אהרון in Nowydwor. Herz und Michael Lewin Wallach werden 1834 in Br ätz genannt. Josef b. Men* וואלש war ein angesehenes Gemeindemitglied in Krakau, das dort 1727 starb, ebenso Salman R. Jakobs וואלש, der um 1643 lebte. Marcus Wloch lebte 1623 gleichfalls in Krakau. Mit hebräischem Namen bezeichnete er sich als ״R. Meir b. Jischai Asehkenasi, genannt Meir Wal.“ Die Vermutung Wetsteins, dass Wal nichts anderes bedeute als Welsch d. h. Italiener, findet eine Stütze darin, dass im althochdeutschen die Bezeichnung Valh sich ebenfalls dafür findet, und dass der bekannte Rabbiner von Brzesc in Lithauen R. Meir Wahl von seinem Nachkommen R. Mose b. Hillel im Vorworte zum בית הילל (Dyhernfurth 1691) R. Meir וואלך genannt wird. Sein Vater Saul Wahl war der Sohn des R. Samuel Juda Katzenelnbogen, Rabbiners in Padua und Venedig, womit ja deutlich die italienische Abkunft gekennzeichnet ist. Dass die Ableitung des Wortes ,Wahl“ von der Wahl Sauls zum Eintagskönige von Polen ans Lächerliche streift, hat Jakob Caro bereits