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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 462

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 462)
Language
German
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339 chenland die Weltherrschaft Alexanders, welche die persische ablöste, vorbereiten helfen. Was in den Niederungen der Geschichte sich bis zum Auftreten derselben noch weiter abspielt, wird keiner Voraussagung gewürdigt. Das Dunkel, welches die Sprache des heiligen Buches umhüllt, ist einerseits beabsichtigt — 10 ,12) לא יבינו בל רשעים) — entspricht andererseits der Abendröte der untergehenden Prophetie, deren herrliches Dämmerlicht auch in den zeitgenössischen Prophezeiungen Secharjas alles in Rätsel hüllt. Daher ist durchaus nicht daran Anstoss zu nehmen, dass in ein und demselben Satze der Begriff שבוע einmal als Wochenjahr, das andere Mal als Jahrwoche gebraucht wird. Das Dunkel der Geschichte der Zukunft soll nur erträglich gemacht werden, durch die Ueberzeugung, dass nicht der blinde Zufall, sondern die göttliche Weltleitung die Weltgeschichte macht. Krakau. Ahron Marcus. Bemerkungen zu Dr. Lerners Studie Jelamdenu Rabbenu“*). Nachfolgende Bemerkungen sollen nur das Interesse bekunden, mit welchem ich den in der Ueberschrift genannten Aufsatz gelesen habe. Verschiedene Umstände sind Ursache der etwas verspäteten Veröffentlichung. Vielleicht bieten die Notizen dem Herrn Verfasser Gelegenheit zu einer Richtigstellung entweder seiner Behauptungen oder meiner Ein wände. 1) Im § 4 bezeichnet Verfasser die Einleitungsformel ״Je lamdenu Rabbenu“ als die einer Frage, welche ״aus der Mitte der Schüler an den Lehrer gerichtet wurde“. Diese Formulierung könnte jedoch irreführend wirken. Man könte meinen, dass derartige Fragen stets von Mund zu Mund gestellt wurden. Aus all den Stellen, die Herr Dr. Lerner anführt, erhellt jedoch, dass dies nicht der Fall war; denn alle diese Fragen, mit Ausnahme einer einzigen in Pessachim 48b, wurden entweder brieflich oder *) Siehe Jahrbuch I, 203 ff.

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