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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 417

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 417)
Language
German
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294 Chiskia Sefardi, Rabbi Akiba Estremaduri, Rabbi Immanuel Ascaloni, Rabbi Levi Baccari und Rabbi Natanel Barcelloni. Ihre Bitten fanden Erkörung. 894 zogen sie scharenweise nach Polen, erhielten 905, nach anderen 1039, ein günstiges Privilegium, dessen Urkunde 1049 verloren ging, und bauten im Posener Lande in önesen , Witkowo und Wronke SynagogenJ). Die letztere ist im Jahre 933 oder 936 errichtet worden. So sehr auch die Verhandlungen und Erfolge dieser Gesandt- Schaft mit weiteren detaillierten Zügen ausgestattet worden sind, sie müssen dennoch ins Reich der Fabel verwiesen worden. Der Kampf zwischen Christentum und Heidentum hatte 893 in Deutschland längst ausgetobt. Die Person Leszeks ist aus der Phantasie der Späteren geboren1 2). Diese vermeintlichen deutschen Gesandten tragen sämtlich Namen nicht deutschen, zumeist sephardischen Ursprunges, und die letzteren sind in Polen erst viel später nachweisbar 3). Zudem sind die noch vorhandenen Urkunden 1) Meyer, Geschichte des Landes Posen, Posen 1881, S 102, Sternberg, Gesch. der Juden in Polen, Leipzig 1878, S. 7. ff. und danach Heppner-Herzberg, Aus Vergangenheit und Gegenwart der jüdischen Gemeinden in den Posener Landen, Koschmin 1904, S. 12 ff und 19, wonach mit Berufung auf Jost, Gesch. der Israeliten seit der Zeit der Makkabäer, das Jahr 1039 dasjenige der Privilegierung der nach Polen flüchtenden Chazaren ist. Vgl. Israel Familienbl, Hamburg 1905, Nr. 33 S. 4. 2) Schmidt, Gesch. d. Deutscht. im Lande Posen, Bromberg 1904, S.18. 3) In Lemberg 1521 (Buber, אנשי שם, Krakau 1895, S. 1), in Posen Alvarez um 1570 (das. S. 2, Wiener-Eisenstadt דעת קדושים, Petersburg 189798־, S. 86), in Lemberg Palquera um 1600 (Buber S. 172), in Krakatu um 1600 Calivary (תואר פגי שלמה, Krotoschin 1870, S. 59, 61 Anm. 1), 1559, in Krakau Calahorra und seine Nachkommen (Jew. Encycl. III 495) 1639 in Posen Lima (Mntsschr. 1895 S. 33 ff., 91 ff.), und um 1650 in B r?esc, (Jew. Encycl. III 378), 1704 in Lublin Isaak b. Sal. b. ארגין (Aragon %) מגרש ספרד (Nissenbaum S 44), in Posen sJt 1633 Creskas, deren Vornamen Abraham, Mordechai, Isserl (Israel) und Jehuda (Posener handschrift. Kscherimbuch S. 28a—32b, 33b—86a, 219b—229a, Sefer hasichronoth UI 56 [58]a 165 [169]a, זעקת שבר in Kobez al Jad, Sammelb. kl. Handschr-, Berlin 1895, S. 13) identisch mit denjenigen einiger Creskas in Spanien und Südfrank׳ reich sind (Steinschneider in Festschrift zum 70. Geburtstage A. Berliners, Frankf. a. M. 1903, S. 351, Jewish Encyclopedia IV 350, 353, Zunz, ges. Sehr. III 188). 1620 wi rden durch Gemeindebeschluss Mordechai und sein Bruder, Söhne des Mose Z ak u t o , die ״aus fernem Lande stammten“, aus der Posener Judenstadt ausgewiesen, weil sie den einheimischen Kaufleuten Kon-

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