Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 318)
- Language
- German
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Chronologisch-halachische Fragen. Yon Dr. B. Cohn in Strassburg. Die dem jüdischen Kalender zu gründe liegenden astronomischen Grössen weichen bekanntlich von denjenigen ab, welche gegenwärtig von der Wissenschaft als die richtigen angesehen werden. Die Zusammenstellung der wenigen Gesetzesbestimmungen, bei denen diese Differenz von Einfluss ist, dürfte vielleicht einiges Interesse beanspruchen, ebenso die Untersuchung darüber, ob eine Modifikation der jüdisch-chronologischen Regeln deshalb erwünscht und erforderlich wäre. Im Anschluss hieran sollen zwei schon bekannte Fälle astronomischen Charakters erörtert werden, welche für die rituelle Praxis von der grössten Bedeutung sind, und deren Lösung gewisse Schwierigkeiten bereitet. Dieser Artikel soll übrigens für keine der berührten Fragen die Entscheidung bringen; es war mir nur darum zu tun, auf den theoretischen und praktischen Wert derselben hingewiesen zu haben. I. Beginnen wir mit der für unseren Kalender wichtigsten Zahlengrösse, der Zeit für den mittleren synodischen Umlauf des Mondes. Derselbe wird zu 29d 12h 793^ 29d 12h 44m S8,3a angenommen1) und bei קדוש הלבנה in betracht gezogen, indem die Hälfte der genannten Zeitdauer, gerechnet vom Moled ab, die zeitliche Grenze für die Recitation der ברכת אשר במאמרו abgibt (ארה סימן תב״ו ס״ג). Es wird dabei vorausgesetzt, dass dann Vollmond eintritt, und der Sinn des Segensspruches sich nur auf zunehmenden Mond beziehen kann. Nun ist aber zu beachten, JEsäL1) d dies, h bora, p ־ pars, m yninuta, s — secunda, \h =*? 1080 P,