Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 303)
- Language
- German
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__ 180 .סהרתא דיתיר סחיתא מתיר (nach der Tosefta) liegt auf dem Gipfel des Chermon (Rosch Araana), arabisch 2759 ,^סאר אנחר m über dem Meeresspiegel. Die Bewohner des Lebanon erklären den Namen als Burg des Helden Anthar, in Wahrheit ist derselbe aus סהרתא דיודר der Mischnazeit entstanden. Der Name סהרתא hängt mit •סד.־ Einfassung zusammen, einem Ausdruck, der verschiedentlich in der Mischna vorkommt, so Schebiit III, 4, Erubin IV, 1. Noch klarer geht dies aus der Tosefta Schebiit ed. Wien hervor, wo beide Lesarten סהרתא — סהיתא neben einander stehen. Die Be- Zeichnung סהרתא (oder סהרתא, arabisch סירה) weist auf eine Steinmauer ohne Kalk und Mörtel hin, wie sie noch heutzutage den Chermon, den höchsten Gipfel des Amana-Gebirges, krönt. Dieselbe umfasst ein eirundes Terrain und ist aus mächtigen Quadern hergestellt. Auf dem Haupte des Schneeberges, in einer Dicke von mehr als zwei Metern, trotzte sie schon Jahrtausenden und ist wie für die Ewigkeit errichtet. Der Name סהרתא דיתיר lässt vermuten, dass sie von den Arabern (בני יטור) oder dem König von ייטור (Ituraea) als Götzenstätte errichtet worden. Jenen Berg eroberte bereits Mosche vom Osten her, und sieben Jahre später bestieg ihn Josua, als er die Könige des Nordens und den Chivi am Fusse des Chermon im Gebiete von Mizpah bekämpfte, vom Westen aus. ln סחרתא wächst kein Getreide, auch gedeiht dort weder Feigennoch Granatbaum, nur weil סחרתא דיודר zu den Grenzorten der ersten Eroberung gehört, besetzten ihn auch die heimkehrenden Exulanten Schwarz hält sich an die Lesart des Jeruschalmi מחרתא דיתיר und sagt, er könne einen solchen Ort nicht nachweisen. Neubauer vermutet den Ort im Lande Ituraea. Hildesheimer hält ebenfalls מערתא =) מהרתא) für richtig und identifiziert dies mit den Höhlen im Gebirge beim Dorfe Yathir, von denen Renan in seinen Reiseberichten und andere, welche diese Höhlen gesehen haben, erzählen. Auch ich habe, als ich von dem Dorfe Tireh nach dem Dorfe Yathir ging, jene Höhlen gesehen, doch kann ich den Ort nicht für סחרתא דיודר halten, weil das Dorf Yathir wie alle umliegenden Dörfer schon ausserhalb des Gebiotes liegen, das die heimkehrenden Exulanten einnahmen. Den