Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 368)
- Language
- German
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305 Da diese Ausgabe sehr selten ist, setze ich den Titel, der an sich selbst auch selten ist, hierher. Er lautet: אחרי אשר ראינו חייוב ושכר השלם פרשיותיו עם הצבור שנים מקרא ואחד תרגום שמנו מגמת פנינו לחקוק בעט ברזל ועופית חומש עם תרגום מוגה כהלכתו וכל המלאכה נמבזה ונמס אותה החרמנו כמצות השר דניאל יצ״ו בן קרניאל בומבירגי דל פה ויניציאה. Dazu eine Abhandlung von sieben enggedruckten Blättern in rabbinischer Schrift und Sprache über die religiöse Pflicht des שמדת und über die Niederschreibung des Targums. Es ist nicht eigentlich ein besonderes Werkchen, sondern die Vorrede zum Pentateuch und hieraus erklärt sich das sonst so seltsame אחרי אשר ראינו im Anfang. Die sonst bemerkenswerte Abhandlung schliesst mit gewohnten Verbeugungen gegen die Kabbala. Uebrigens habe ich an zwei Stellen in seiner Vorrede zur Massora christliche Anklänge gefunden, worüber ich näheres in meinem Magazin I mitgeteilt habe. Dass Jacob b. Chajim bei der Drucklegung des Jeruschalmi mittätig war, erweist sich auch aus seinen Worten: ונבר הם מפורשות אצלי באורך בקונדרסי קונדרס המחלוקת שיערתי להשלים על הירושלמי בעיה. Die Edition ist ohne Jahresangabe erschienen, wahrschein־ lieh aber 1523. Irrtümlich ist bei Frankel, Einleitung in den Jerusal. Talmud S. 139a, zweimal das Jahr mit רס״ג statt רפ׳ג angegeben. Jacob b. Chajim war 1538 bereits tot, aber schon seit 1517 verschwindet seine Spur, man hört nichts mehr von ihm, Fortsetzung folgt. Luzzatto die Abhandlung über das Targum in der Pentateuch-Ausgabe v. J. 1543 gefunden hat, so kann dies nur damit erklärt werden, dass der Besitzer dieser Edition jene Abhandlung aus der Pentateuch-Ausgabe v. J. 1527 mit in sein Exemplar aufgenommen habe. Möglich, dass auch in der von Luzzatto erwähnten Ausgabe ein Wiederabdruck jener Abhandlung erfolgt ist.