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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 357

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 357)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486271--1102-3487463
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294 in Venedig, welcher der erste war, der in Italien griechische Bücher gedruckt hat. Daniel Bömberg war aus Antwerpen (מאנוירשא), wo 1566 wahrscheinlich ein Sohn Bömbergs, der auch den Vornamen Daniel hatte, oder sonst ein Verwandter bei Plantin eine hebräische Bibel drucken liess (במצות השר בומבורגי). Mit Daniel Bömberg in Venedig beginnt eine neue Epoche in der jüdischen Typographie, aber er ist nicht der Vater derselben, wozu man ihn missverständlich machen wollte; s. Zunz bei Geiger, Wissenschaftliche Zeitschrift V S. 37. Noch ein anderes Missverständnis ist zu berichtigen. Sein Name wie sein Interesse für die Drucklegung jüdischer Geistes- Produkte haben ihn schon früh als ״Juden44 erscheinen lassen. Denn Joseph Cohen in seinem Werke דברי הימים למלכי צרפת legt besonderes Gewicht darauf, dass Bömberg nicht Jude gewesen sei und auch von Juden nicht abstamme. Noch in neuester Zeit hat sich dieser Irrtum wiederholt. Vor mehreren Jahren berichtete i im Hammaggid ein polnischer Jude, der auf seiner Ueberfahrt nach Amerika Antwerpen passierte, wie mächtig es sich in ihm regte, als er sich in den Strassen der Stadt bewegte, in welcher einst הרב הצדיק החכם יסוד עולם u. s. w. u. s. w. geblüht hat. In einer der folgenden Nummern des Blattes wurde ihm sein Irrtum aufgeklärt. Bömberg gehört aber immerhin zu den Nichtjuden, bei denen man die Segensformeln wie bei Juden anwendet; so wird sein Name am Ende der Likkute Hapardes von der Formel יצ״ו begleitet, d. h. ישמרהו צורו וגואלו, woraus allerdings Tychsen יש״ו macht, um ימח שמו וזכרו zu lesen oder zu lösen, wie er א״ה אומות העולם)) in אדומי הרשע auflöst (Zunz, zur Gesch. S. 387). Elias Levita nennt ihn in seinem Schlussgedichte in der Bibel ed. 1525 und 1547 einen Frommen, dem sein Lohn in dem künftigen Leben nicht entgehen könne. So wird auch die Euphemie דל für Bömberg auf dem Titelblatt des Traktats Sukka v. J. 1526 angewendet: נדפס שנית ע״י דניאל יצ״ו בן קרניאל בומבירגי דל מאנוירשא. Hier wird zum ersten Male der Name des Vaters genannt, wie dies auch ferner geschieht. Abraham des Balmes in der Vorrede zu seiner Grammatik 1מקנה אברהם) zieht den Christen Bömberg י) Bartolocci I, 34 sagt fälschlich, Bömberg habe das Werk des Baimes ins Lateinische übersetzt.

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