Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 354)
- Language
- German
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291 fol. 98a *).] Nach diesen würde der vierte ‘/16> der dritte 1S/14*> der zweite 26/144, der erste 97/1*4 erhalten.) Die Lösung Comtinos, bei welcher 1 Golden (12=(זהוב Paschut (פשוטים) gerechnet ist, lautet: I 5772 + 710 Paschut, II 28V2+V5+V10 Paschut, III1975 P., IV 142/5 Paschut. Damit schliessen Comtinos Aufgaben. Er bemerkt schliesslieh noch 5 וכן תוכל לעשות אתה שאלות אחרות עד אין קץ ותוכל להשיב עליהם אס תדע הכללים שהקפנו בהם בזה החבור ולא הזכרתי דרך מציאות י) Dort heisst es: ״Wenn jemand 3 Frauen hinterlässt, deren Ver״ Schreibungen 100, 200 und 300 betragen, im ganzen aber nur 100 vorhanden sind, so teilen sie ״in gleicher Weise“ (בש־ח). — Sind jedoch 300 vorhanden, so erhält die erste 50, die zweite 100, die dritte 150. Ebenso ist es bei denen, die gemeinsam Geld zu einem Geschäfte eingelegt haben.“ Hierauf bemerkt der Talmud, dies alles sei die Ansicht des R. Nathan, R. Jehuda ha-Nasi dagegen bestimme, alle sollten ״in gleicher Weise“ (.בשוד) teilen, ln der Auffassung dieses Ausspruches sind die Erklärer und Dezisoren verschiedener Meinung. Einige (רש״י das) nehmen seinen Ausspruch wörtlich, sodass die 300 gleichmässig an I, 11 und 111 mit je 100 verteilt werden sollen, da dies nicht einer Gesellschaftsrechnung gleiche, vielmehr das Haftrecht aller drei an die vorhandenen 300 gleich stark sei und sich nicht nach dem Verhältnisse ihrer Forderungen richte. Andere (vgl. תוספות daselbst) fassen die von R. Jehuda festgesetzte ״gleichmässige“ Verteilung so auf, dass nach dem Verhältnisse ihrer Forderungen (לפי מעות), d. h. so wie hier die חכמי ההשבק proportoniert geteilt werde. R. Isaak al-Fasi (די״ף) hat zu dieser Talmudstelle eine ausführliche Erklärung in arabischer Sprache verfasst. Eine hebräische Uebersetzung derselben findet sich in den Responsen des R. Menachem Asarja aus Fano (שו״ת ד׳ מנחם עזריה מפאנו) Nr• 128 (Dyhernfurth 1788, 4°). Er berichtet, dass der Gaon R. Hai zwischen beiden Auffassungen schwankte; al-Fasi selbst tritt der ersten Auffsssung (רש״י) bei, ebenso Maimonides und Spätere. Während nun die Dezisoren diese Ansicht als rechtsgiltig betrachten, zitiert ibn Esra die im Talmud (wie in der Mischna) zuerst angeführte Ansicht, nämlich die des R. Nathan. Vgl. noch Israelitische Annalen 1841 S. 384 und 398. Wenn der Mathematiker O. Terquem (gest. 1862), der zum ersten Male ausführliche Mitteilungen über das damals noch ungedruckte Sefer ha-Mispar des Abraham ibn Esra aus den 5 Pariser Handschriften gegeben hat (Journal des Mathematiques pures et appliquees, VI, 1841, S. 275 -296), diese Lösung, welche ibn Esra im Namen der הבמי ישראל anführt, ״Spitzfindigkeit eines Talmudisten“ nennt, so ist diese Bemerkung ebenso unrichtig wie unsachlich. Doctor haben, im Literaturblatt des ״Orient“ 1845 S. 494, diese Lorbeeren Terquems nicht ruhen lassen, er hat obige Bemerkung nachgeschrieben und damit gezeigt, dass er jene Talmudstelle nicht kannte oder nicht verstand, also gar nicht wusste, wen ibn Esra mit den חכמי ישראל meinte.