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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 330

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 330)
Language
German
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Achare^״wurde im Aufträge der Deputation verkündet, dass künftighin keine Leiche beerdigt werden dürfe 1)ל wenn nicht von der Verlassenschaft die Steuer für zwei Jahre, nämlich von Beginn der neuen Steuerveranlagung anfangs Oktober 1749 bis anfangs Oktober 1751, entrichtet würde; dafür sollten die Erben für diese zwei Jahre von jeglicher Abgabe von ihrem Erbteil befreit sein. Eine Ausnahme durfte nur gemacht werden, wenn die Erben dem Gemeindekassier genügende Sicherheit für die Steuern des Erblassers böten. Am .... 2) Ijar reiste ein Gemeindemitglied, Abraham Ofner, der eine Frau aus Frankfurt an der Oder hatte, wegen der ihm auferlegten hohen Steuern ab, um sich in Frankfurt an der Oder niederzulassen. Ofner sollte ausser dem Schutzgelde von 15 fl. noch jährlich 450 fl. Steuern in monatlichen Raten und überdies für das Inkolat seiner Frau 100 fl. zahlen. Die Gemeindevor- Steher Hessen ihn im Aufträge der Deputation verfolgen; er wurde in der Nähe der Landesgrenze ergriffen, in Ketten sammt seinem ganzen Besitze nach Prag gebracht und hier ins Alt- Städter Gefängnis gesetzt; später wurde er der jüdischen Gemeinde übergeben. Am 15. Ijar wurde er von der Deputation verurteilt, der Gemeinde die aus seiner Verfolgung entstandenen Kosten im Betrage von 70 fl. zu ersetzen, seine rückständigen Steuern zu zahlen und für die Steuern auf drei Jahre von Anfang November ab einen sicheren Caventen zu stellen3). Am 24. Ijar, d. i. am 12. Mai, löste die Kaiserin die Statthalterei auf und übertrug deren Befugnisse an die Deputation, die den Namen Repräsentation und Kammer erhielt4); auch die *) Wann mittler zeit der auf 2 Jahr einrichtende Contributionsrepartition ein Contribuent sterben würde, solle bis zu Ausgang sothaner Reparation die betragende Contribution exclusive des Schuzgeldes aus dem Verlassenschaftsfund bezahlt werden. 15. April 1749 (Repertorium No. 261). 2) Lücke. 3) Zur Anheroliefferung des flüchtig gewordenen, in Gabel inhafftirten Contribuentens Abraham Offner sollen die Unkosten salvo regressu an demselben anticipiert werden. 18. April 1749 (Repertorium No. 267). 4) Intimatum eines Allerhöchsten Rescripti von Dissolvirung der Königl. Buchhalterey und Ernennung einer Königl. Repräsentation und Cammer an die Stelle einer Hochlöbl. Deputation. 14. Mai 1749 (Reper״ torium No. 285).

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